﻿132	Ueber das physiologische Privat-Laboratorium
reihe, so wie die Erhebung des Scheitelpunktes der in dieser Reihe sitzenden Menschen. Genau so verfährt man nun für die 3., 4., 5. etc. Ordinate oder Sitzreihe und erhält, indem man die Punkte «, a2 ad a4..... durch eine Linie verbindet, jene Curve, nach welcher die Sitzreihen mit ihren Sitzen [st s2 s3 .s4 . . . ,) und der Fussboden (cc, b2 6364. . auf welchem sie stehen, aufsteigen müssen, wenn alle Zuschauer eine horizontale Tischplatte bis zum allernächsten Grenzpunkte a, oder eine verticale Tafel bis zum tiefsten Grenzpunkte a, sollen frei übersehen können und wenn zugleich selbst die in den entferntesten Bänken sitzenden Zuschauer unter übrigens gleichen Umständen d. h. bei derselben Zuschauermenge, bei derselben Anzahl und Entfernung der Sitzreihen von einander und der ersten Augenreihe von den Sehobjecten, so nahe.als möglich bei den letzteren placirt sein sollen.
Es versteht sich von selbst, dass die Curve, welche man nach diesen Constructionsregeln erhält, sehr verschiedene Formen annehmen muss, je nachdem man die willkürlichen Annahmen, entsprechend den verschiedenen speciellen Zwecken, welche man erreichen will, verändert , immer aber wird sie die einzig richtigen Anhaltspunkte zur rationellen Construction und Anordnung der Subsellien in Ver-sammlungsräumen geben, in welchen nicht nur gehört, sondern auch möglichst gut gesehen werden soll.
Die Brauchbarkeit, ja Unentbehrlichkeit dieser Constructionsregeln ist so einleuchtend und auf der Hand liegend, dass sie vernünftiger Weise bei keiner neuen Cpnstruction vernachlässigt werden dürfen.
In meinem Hörsaal habe ich sie, wie gesagt, streng durchführen lassen, und damit erreicht, dass in diesem nicht allzu grossen Raum 409 sitzende und an 100 stehende — also in runder Zahl 500 Zuschauer Platz finden, welche alle, ohne Lücken und Spalten zwischen den Köpfen ihrer Vordermänner suchen zu müssen, den mittleren Raum — die Arena für den Experimentator— ganz frei übersehen und zugleich selbst die Entferntesten verhältnissmässig so nahe als möglich placirt sind. Um aber auch die a b s o 1 u t e Entfernung jener, von den in der Arena befindlichen Sehobjecten entferntesten Zuschauer, welche sich in den höchsten und hintersten Reihen befinden, möglichst zu verkleinern, und überdies die absolut grösste Menge Menschen in dem gegebenen Raume unterzubringen, habe ich gar keine festen pultartigen Bretter zum Auflegen von Schreibheften an den Rückenlehnen der Sitze, und zugleich die minimalsten Distanzen zwischen den Sitzreihen in Anwendung bringen lassen. In einem »Spectator! um« , wo es sich in erster Linie um das S e h e n handelt, schien