﻿an der Universität Leipzig.
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städtische Wasserleitung gespeistes grosses Reservoir mit Schwimmhahn in dem senkrecht darüber befindlichen Bodenraum angebracht wurde.	.
Ich öffne nun hier im Fussboden eine Klappe und ziehe einen Treibriemen hervor, den ich über das Rad dieser Welle lege, welche von einem festen tischartigen Gestell getragen wird.
Drehe ich jetzt an diesem an der Wand befindlichen Rad nach links, so öffne ich vermittelst eines über Rollen gehenden Guttaperchastranges den Triebhahn der Turbine im Keller. Sie hören an einem fernen dumpfen Geräusch, dass sich die Maschine in Bewegung gesetzt hat. Die Welle läuft, wenn ich den Auslösungshebel einstelle, und ich kann nun jeden mit der Stufenscheibe der Welle durch eine Schnur in Verbindung gesetzten Apparat z. B. den Blasebalg zur künstlichen Athmung, irgend einen Registrir-Apparat, eine Centrifuge u. dgl. treiben.
Zur Regulirung der Geschwindigkeit des Ganges der Apparate dient nicht nur die Stufenscheibe der Welle, sondern es ist auch möglich , abgesehen von der Kraftregulirung der Turbine im Keller unten, durch beliebige Einstellung des Partial-Fächerrades, die Umdrehungsgeschwindigkeit der Welle selbst in weiten Grenzen von hier aus zu variiren, indem man an jenem zweiten Rade an der Wand dreht , wodurch die mit zwei Coni’s versehene Transmission den Treibriemen, bei gleichbleibender Kraftentwicklung der Turbine, rascher oder langsamer umlaufen macht.
Noch hätte ich die Heizungs- und Ventilations-Einrichtungen des Amphitheaters zu besprechen, doch ich begnüge mich mit den folgenden Andeutungen, da Herr Architekt Müller mit meiner Zustimmung eine detailirte und illustrirte Beschreibung meines ganzen Laboratoriums für Bauverständige zu publiciren gedenkt.
Es sind im mittleren Kellerraum, gerade unter der Arena des Amphitheaters vier Caloriferen angebracht, welche je nach der Einstellung grosser Ventile entweder aus dem Zuhörerraum selbst oder durch unterirdische Canäle aus der freien Atmosphäre Luft entnehmen. Die frische erwärmte Luft dringt in unmerklichem Strome, theils auf einem Umwege durch die Garderobe, welche hierdurch ebenfalls temperirt wird, theils direct in den Zuhörerraum, von wo sie fortwährend durch grosse Ventilations-Kanäle abgesaugt wird, so dass ohne den geringsten wahrnehmbaren Zug' eine continuirliche Circulation der Luft erreicht und jede störende Anhäufung von Hitze und Ausdünstungsproducten vermieden ist. Leider hat Herr Kelling aus Dresden die Anlage allzusehr complicirt, so dass deren Bedienung zu