an der Universitt Leipzig.	137

	Beilufig will ich nicht verschweigen, dass der me eh uni sehe
Theil der Apparate leider wesentlicher Verbesserungen und Modifica-
tionen wegen unpraktischer Einrichtung bedarf und dann noch ver-
schiedener ne u er Nebenvorrichtungen, deren Herstellung sehr zeit-
raubend und mhselig ist.
	Bezglich des optischen Zimmerchens ist noch hervorzuheben,
dass es behufs thierisch-elektrischer, thermo-elektrischer etc. Demon-
strationen auch zur Aufstellung eines Spiegelgalvanometers bestimmt
ist, dessen Reflexbildchen auf eine an der Proj ectionswand angebrachte
grosse Gradeintheilung fallen wird, uni die Tangente des Ablenkungs-
winkels ersichtlich zu machen. Bei dieser Anordnung bilden die Licht-
strahlen einen gewichtlosen Fhihebei von circa 13 Meter Lnge, wo-
durch schon die allerkleinsten Ablenkungen beraus deutlich werden
mssen.
	Endlich hebe ich auch noch hervor, dass das Fenster des optischen
Zimmerchens, unmittelbar nach Sden sieh ffnet, so dass esvermittelst
eines Heliostaten ermglicht ist Sonnenlicht direct auf die Projections-
wand zu bekommen.
	Ich gehe nun zur Besprechung der Beleuchtungs- und Verdunke-
Iungs-Einrichtuugen ber. Die Erleuchtung des ganzen grossen
Raumes wird durch ein einziges kolossales Deckenfenster bewerk-
stelligt, ber dessen matten Glasscheiben am Abend ein Sonnen-
brenner und 96, theils in der Peripherie, theil im Centrum, an einem
um eine verticale Axe drehbaren Lustre angebrachte Argand-Gas-
brenner angezndet werden, welche eine beraus angenehm-diffuse,
tageslichthnliche Beleuchtung geben. Dieselbe gengt zwar voll-
kommen, um sowohl die in der Arena befindlichen Dinge, als die an
der Wand hngenden Bilder und die Kreidestriche auf den schwarzen
Tafeln zu sehen, allein ich habe doch noch dafr gesorgt, dass einzelne
Objecte mit ganz besonderer Intensitt beleuchtet werden knnen.
Hierzu dient einerseits ein Sonnenbrenner mit parabolischem Reflector,
welcher auf einem von Herrn MLLER entworfenen, etwas zu corn-
plicirten, auf Rollen stehenden Gestell nach allen Richtungen beweg-
lich angebracht ist, andererseits die Kalklicht-Camera im optischen
Zimmerchen. Eignet sich der Sonnenbrenner besonders zur inten-
siveren Erleuchtung der in der Arena befindlichen Gegenstnde,
so ist die- Camera, in welche passende Diaphragrnen eingeschoben
werden, zur Verstrkung der Beleuchtung der einzelnen Wandbilder
unbertrefflich.
	Die D  m p fun g der Intensitt des vom Oberlicht ausgehenden
Gaslichtes kann, vom Hrsaal aus, durch Handhabung eines, rechts
