an der Universität Leipzig.	131

einer horizontalen Tischplatte T oder der tiefste Grenzpunkt einer
verticalen Tafel T', in welchem sieh noch alle Sehlinien müssen kreuzen
können, wenn die Tischplatte oder die Tafelebene von alien Zu-
schauern in ganz er Ausdehnung frei übersehen werden soll,- - so
	ist a1 a2 a3 a4 	die Krümmung der gesuchten Curve; nachdem- man
die Entfernung der ersten Sitzreihe vom Punkte a (= x0 x1) und den
Abstand der Sitzreihen von einander (w1 x2 = x2 = x3 X4 = X4 X5)
willkürlich bestimmt hat, errichtet man in den Punkten r1 x2 X3 .
die den aequidistanten (x1 x2 x2 = x3 x4 ....) Sitzreihen ent-
sprechenden Ordinaten. Auf der ersten Ordinate markirt man eben-
falls noch ganz willkürlich aber als ein- für allemal angenommene
constant e Grössen die Höhe des Sitzes über dem Boden bei s1, die
Höhe, in welche das Auge des auf s1 sitzenden Menschen über dem
Sitze zu stehen kommt, bei a1, und endlich die mittlere Scheitelhöhe
über dem Auge bei 11.

5'	3'	3'i	9.	3'	VI 	9 - - - - - - - - - - - - - - - - -


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A
Fig. 4. Zur Erläuterung der LAcuuzschen Coustructienerogel für Amphitheater.

	Nach Feststellung dieser dem freien Belieben überlassenen Werthe
ist nun nich t s mehr dem Belieben oder der Willkür anheimgegeben.
Man zieht die erste Sehlinie a a1 und die zweite a 11, welche man ver-
längert, bis sie die zweite Ordinate (x2 Y2) schneidet. In dem Punkte
a2, wo sich beide Linien schneiden, befindet sich nothwendig das Auge
-des Zuschauers, welcher in der zweiten Reihe sitzt und, ungehindert
durch seinen Vordermann, den Grenzpunkt a sehen soll. Von diesem
Punkte a2 aus, markirt man auf die zweite Ordinate (x2 Y2) nach
unten die als constant angenommene verticale Entfernung des Auges
vom Sitze (a1 i = a2 83) und weiter die Höhe des Sitzes vom Fuss-
boden (s1 x1 = s2 b2), nach ob en aber die mittlere Scheitelhöhe a1 l
	a2 12 und findet auf -diese Weise -die nothwendige Erhebung des
Fussbodens und des Sitzes über the Horizontale für die zweite Sitz-
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