﻿an der Universität Leipzig.
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Der Werth und die Tragweite eines Unternehmens, dessen Ziel nicht die oberflächliche sog. »Popularisirung«, sondern die möglichste Verbreitung einer möglichst gründlichen Bekanntschaft mit der heutigen Physiologie ist, dürfte hiernach wohl einleuchtend genug sein.
Die mancherlei Bedenken, die ungewöhnlichen Schwierigkeiten, welche sich der Art der Durchführung dieses Unternehmens, wie sie mir als die allein zum Ziele führende vorschwebt, entgegenstellen, habe ich niemals verkannt und in jener Antrittsvorlesung auch ausdrücklich betont und hervorgehoben.
Ich scheue mich nicht geradezu zu bekennen, dass sich mir jene Bedenken und Schwierigkeiten in dem Maasse steigerten, als ich mich vor nunmehr drei Jahren mit ihrer Beseitigung und Ueberwindung praktisch zu beschäftigen begann, und zur Herstellung und Ausführung' von besonderen Baulichkeiten und von gewissen optischmechanischen Einrichtungen fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen angewiesen war.
Es ist mir schmerzlich hinzufügen zu müssen, dass namentlich zwei auswärtige Optiker und Mechaniker, welchen ich überdies gerade mein vollstes Vertrauen geschenkt hatte, in der unverantwortlichsten Weise durch ihre Unzuverlässigkeit und sonstiges Verhalten mein Vertrauen missbraucht und mich im Stich gelassen haben, so dass ich noch vor Beendigung des grösseren Theiles meiner Aufträge alle ihre Arbeiten sistiren musste. Auch andere widrige Umstände, die mit der Ausführung irgend welcher baulichen Anlagen unvermeidlich verknüpft zu sein scheinen, dann die Schwierigkeit einen geeigneten Assistenten zu,finden1} u. s. w., haben, sowohl im Grossen und Ganzen Verzögerungen und Hemmungen herbeigeführt, als auch Einzelnes, was mir besonders nothwendig und wünschenswerth erschien, zum Theil wohl für immer, ganz vereitelt, so dass, trotz aller Mühe und Zeit, die ich aufgewendet, trotz aller materiellen Opfer, welche ich gebracht habe, das Wenigste von Dem bereits herbeigeschafft und vollendet worden ist, was ich für absolut unentbehrlich erachte, um, wie ich hoffen durfte, schon jetzt einen Anfang mit dem beabsichtigten »physiologischen Anschauungsunterricht« zu machen.
Ja, ich kann mir heute, Ihnen gegenüber, das offene Geständniss nicht ersparen, dass ich noch gar nicht abzusehen vermag, wann endlich
1 Nachträglich bemerke ich, dass ich noch immer einen jungen Mann suche, der praktische physikalische und chemische Kenntnisse, manuelle Geschicklichkeit und mechanische Fertigkeiten besitzt. Gelehrte Bildung ist nicht erforderlich. Anträge würden mir willkommen sein!