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Ueber das physiologische Privat-Laboratorium
meine diesbezüglichen Vorbereitungsarbeiten, in einer mich befriedigenden Weise, vollendet sein werden, und ob und in wieweit überhaupt es mir bei dem andauernd leidenden Zustand meiner Gesundheit möglich sein wird dieselben zu einem derartigen, vorläufigen Abschluss zu bringen, dass ich auch jenen Theil der Ziele und Zwecke meines, an der hiesigen Universität errichteten physiologischen Privat-Laboratoriums zu erreichen gestimmt und im Stande sein werde, welcher sich auf meine eigene regelmässige öffentliche Lelirthätigkeit bezieht.
Denn bei der Errichtung meines Laboratoriums verfolgte ich nicht ausschliesslich Unterrichtszwecke, sondern die neue Anstalt sollte mir vor Allem unabhängige Gelegenheit und Mittel zu meinen wissenschaftlichen Forschungen und Arbeiten bieten, welche ich allerdings für längere Zeit ganz unterbrochen hatte, um mich mit den weitläufigen Vorbereitungen für den neuen physiologischen »Anschauungsunterricht« zu beschäftigen, welche ich aber sofort wieder aufzunehmen gedachte , wenn diese letzteren vollendet sein würden, oder — was ich freilich nicht ahnen konnte — verhältnissmässig allzugrosse Opfer an Zeit und Mühe kosten sollten, um rasch und glatt durchgefiihrt zu werden.
Es ist mir ein wahres Bedürfniss mich über Alles dies öffentlich auszusprechen, denn es gilt die vielfachen, ungeduldigen Anfragen Einzelner über das Ziel und den Fortgang meines Unternehmens auf einmal definitiv zu beantworten und der Entstehung mancherlei missverständlicher Vorstellungen und Erwartungen vorzubeugen.
Deshalb habe ich mir erlaubt die Einladung zur heutigen Eröffnungs-Versammlung ergehen zu lassen, welcher Sie, m. H. ! —wie ich mit Dank und Freude constatire — so zahlreich gefolgt sind — trotz der irreleitenden Notiz, welche das hiesige »Tageblatt« über den Tag der Versammlung heut Morgen gebracht hat.
Denn indem ich heute dieses Amphitheater feierlich eröffne und speciell dem h. Rectorate unserer Hochschule zu Universitätszwecken für Einzelne der Herren Collegen zur Verfügung stelle, die solche Räume brauchen und sich mit mir Uber deren Benutzung ins Einvernehmen setzen wollen, wünsche ich auch öffentlich Bericht zu erstatten, sowol über Das, was ich bereits gethan und erreicht habe, als über Das, was ich noch zu thun und zu erreichen beabsichtige, w e n n mir die Kraft und die Freude an der Arbeit vollends wiederkehrt und dauert.
Ich will hier nicht näher auf die vielfachen, die Durchführung meiner ursprünglichen Absichten vereitelnden und über Gebühr