﻿an der Universität Leipzig.
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verzögernden Hemmungen und Hindernisse eingehen, welche mir theils aus höchst unliebsamen, schon oben berührten, äusseren Umständen, theils aus ganz individuellen, durch einige jener Umstände bis zur Unerträglichkeit verschlimmerten Gemüths- und Gesundheits-Verhältnissen erwuchsen. Es mag die beiläufige Andeutung genügen, dass mir hierdurch auf lange Zeit alle Arbeitskraft geraubt, ja mein ganzes Unternehmen, bis zum Entschlüsse es völlig aufzugeben, verleidet worden war, und ich mich erst mit der allmählichen Wiederherstellung meines gestörten gemüthlichen Gleichgewichtes , bei gleichzeitig beginnender und langsam fortschreitender körperlicher Erholung, ohne welche es keine Schaffensfreude, kein Gelingen gibt, von jenem äussersten Entschlüsse abbrachte, und meinen wissenschaftlichen Arbeiten, sowie meinen alten Ideen und Plänen für den physiologischen Anschauungsunterricht an der Universität wieder zuzuwenden begann !
Dagegen will ich eingehend berichten, welche Ideen und Pläne dies waren und was ich davon, zum bleibenden Gewinn für unsere Universität, bereits realisirt habe, indem ich einen für demonstrative Zwecke speciell eingerichteten Hörsaal erbaute und herstellte, welcher mit den zu wissenschaftlichen Untersuchungen bestimmten Arbeitsräumen meines physiologischen Privat-Laboratoriums zusammenhängt.
Gestatten Sie, dass ich Ihnen zunächst jene Stelle meiner Antrittsvorlesung in Erinnerung bringe, wo ich die Schwierigkeiten der Einbürgerung des »physiologischen Anschauungsunterrichts« an der Universität hervorhob, welche in der Natur und dem Umfang des Gegenstandes selbst, in der zur Erreichung des angestrebten Zweckes geforderten Art seiner Behandlung, und endlich in der Auswahl und Disposition der zu behandelnden Materien liegen.
Es heisst a. a. O. S. 20 u. f. (oben S. 116):
»Soll sich nämlich die Physiologie als ein werthvolles Element des höheren Bildungsganges, wie ihn die Universität zu bieten und zu vermitteln hat, daselbst bewähren und einbürgern, dann genügt es, wie ich meine, keineswegs in dogmatischer Weise, ex cathedra, eine erklärende Uebersicht der Lebenserscheinungen zu geben und die fertigen Resultate der physiologischen Forschung mit mehr oder weniger rhetorischem Geschick und oratorischem Glanz zu besprechen.«
»Es liegt vielmehr in der Eigentümlichkeit des Gegenstandes, dass die so mannigfaltigen und dem gewöhnlichen Sinne so unzugänglichen und fremdartigen Vorgänge, um deren Erkenntniss und Erklärung sich’s handelt, sowie die Methoden und Hilfsmittel, welche die physiologische Forschung zur Erreichung ihrer Ziele anwendet, der