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an der Universität Leipzig.
»Zu diesen Einrichtungen rechne ich vor Allem die Form und Anordnung der Sitzplätze , dann die centrale Stellung und intensive Beleuchtung des Baumes, wo sich der Vortragende befindet und wo die Experimente vorgenommen werden, endlich die bequeme Disposition aller jener Hilfsmittel, welche stets zur Hand sein müssen, weil sie einzeln oder in mancherlei Combination hei fast allen Demonstrationen in Anwendung kommen, wie z. B. elektrische Leitungen für den constanten Strom, mechanische Transmissionen, Gas- und Wasserleitung, Wandflächen oder Schirme zum Auf hängen gemalter, oder zum Auffangen optisch projicirter Bilder, Beleuchtungs- und Verdunkelungsvorrichtungen u. s. w., u. s. w.«
Erfüllt und begeistert von diesen meinen damaligen Ideen nahm ich denn vor drei Jahren mit wahrer Schaffensfreudigkeit die Realisi-rung derselben in Angriff. Ich habe mir die Sache wahrlich nicht leicht gemacht, sondern mannigfachen, ernsten Ueberlegungen und Vorstudien mich hingegehen, um den richtigen und kürzesten Weg zum Ziele zu finden und einzuschlagen.
Allein anstatt zuerst und vor Allem jene physiologischen Thatsachen und Erscheinungen möglichst vollständig und im Detail zusammenzustellen, welche für die Zwecke des angestrebten physiologischen Anschauungsunterrichts zu demonstriren wären, und zugleich die möglichst vollendeten Methoden und Hilfsmittel, vermittelst welcher sie einem grossen Zuhörerkreise schlagend und elegant demonstrirt werden könnten, zu ersinnen,, auszuhilden und in provisorischen Bäumen praktisch zu erproben; und dann erst an die Errichtung eines völlig zweckentsprechenden Auditoriums zu gehen ; —- begnügte ich mich, im Allgemeinen zu überlegen, Welche verschiedenen Arten von alten und neuen Experimenten und von besonderen Demonstrationshilfsmitteln der physiologische Anschauungsunterricht erfordern dürfte, und ging sogleich und zuerst an die meine ganze Aufmerksamkeit und Thätigkeit absorbirende Ausarbeitung und Ausführung eines Planes für mein physiologisches Privat-Laboratorium mit einem mächtigen »Spectatorium« im Sinne der vorhin citirten Stelle meiner Antrittsvorlesung.
So ist denn zwar ein in manchen Richtungen mustergiltiger Versammlungsraum für demonstrative Zwecke entstanden, wie ihn wohl kaum eine andere unserer deutschen Universitäten besitzen dürfte, aber die besonderen und weitläufigen Vorkehrungen für den geplanten physiologischen Anschauungsunterricht fehlen noch fast gänzlich, und; werden erst sehr allmählich — vorausgesetzt dass mir, wie gesagt, die Kraft und die Freude an der Arbeit vollends wiederkehrt und dauert.