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lieber das physiologische Privat-Laboratorium
herbeizuschaffen sein, denn ich kann und will mich nicht wieder zu übermässigen, für meine Individualität aufreibenden Anstrengungen drängen oder drängen lassen.
Durch die somit problematisch gewordene Aussicht auf meine eigene regelmässige Lehrthätigkeit soll aber Das, was ich hier geschaffen habe, nicht der sofortigen Yerwerthung für Lehrzwecke entzogen bleiben. Ich wiederhole, dass ich dieses Amphitheater mit allen seinen bisher vollendeten Einrichtungen dem Herrn Rector Mag-nificus bezüglich ihrer, mit mir zu vereinbarenden Benutzung für Universitätszwecke zur Verfügung stelle. —
Doch ich wollte berichten, wie ich vor drei Jahren die Reälisirung meiner damaligen Ideen und Pläne mit der Ausarbeitung und Ausführung des Spectatoriums und der an dasselbe stossenden Arbeitsräume in Angriff nahm.
Zu diesem Ende reiste ich noch vor Weihnachten 1869 nach London, um die mir von früherher wohlbekannten, vielfach erprobten Hörsäle der Royal Institution, der Royal School of Mines und des polytechnischen Instituts nochmals genauer in Augenschein zu nehmen.
Der collegialen Liebenswürdigkeit Huxley’s verdankte ich das werthvolle Geschenk einer genau und schön ausgeführten architektonischen Planskizze des auf circa 300 Zuhörer berechneten Auditoriums der R. School of Mines (Yermynstreet) ; durch die freundliche Vermittelung Tyndall’s durfte ich mir den an 1000 Personen fassenden berühmten Hörsaal der Royal Institution (Albemariestreet) von einem englischen Architekten ausmessen und architektonisch entwerfen lassen. Die Hörsäle des polytechnischen Instituts und andere Räumlichkeiten dieser Art, welche ich besuchte, habe ich mir selbst flüchtig skizzirt. Ich kann hierbei nicht unerwähnt lassen, dass ich vor Jahren, noch durch Faraday selbst, an einen der Lecturers des polytechnischen Instituts empfohlen worden war —- und so dauerhaft und treu bewähren sich einmal geschlossene freundliche Beziehungen in England, dass ich auch diesmal die wärmste, meinen Absichten förderlichste Aufnahme und Unterstützung bei dem leitenden Personal jenes Institutes fand, obschon der Herr, an den mich Faraday damals empfohlen hatte, zufällig gar nicht anwesend war.
Noch muss ich dankend erwähnen, dass mir Tyndall ein Exemplar von Rogers Smith’s : »Rudimentary treatise on the Acoustics of public Buildings« (London, 1861) verehrte, bei dessen Durchsicht ich auf Lâchez’ Brochure »Acoustique et Optique des salles de réunions publiques« (Paris , 1848) aufmerksam wurde, die ich mir dann später in Leipzig durch Herrn A. Dürr verschaffte.