130 	lIeber das physiologische Privat-Laboratorium

ohne irgend welche bewusste und beabsichtigte Beziehung zu
einem bestimmten fr jeden Zuschauer ganz freien, allen gemein-
schaftlichen Sehfeld:, und oh ne Rcksicht darauf, dass auch die Zu-
schauer auf den entferntesten Sitzen m  g ii eh s t nah e an den !zu
cl.emonstrirenden Objecten sich befinden sollen. Um diesen beiden
Forderungen zu gengen, ist es nur in sehr beschrnkter Weise ge-
stattet seinem willkrlichen Belieben freien Lauf zu lassen.
	B				A
I		3	'1 3				10		1I
I	I	I	I	I
		I	I		I	I	I 	I-
				Fig. 3. Lngsdurchschnitt.
A Amphitheater und Garderobe (G); B Arbeite- und Wohnraume B Eingang fr 
das Publikum;
B' Privateingang ins Laboratorium; c chemischer Herd; o das einionsterige 
optische Zimmerchen;
p Platform zur Aufstellung der Projectionoapparate; v Projectionsvorhang 
und Bulderstange; 5 Ven-
tilations-Oeffnung; 0 Oberlicht mit dem beweghc)sen Gasluetre sammt 
Reflector; H lleizraum
KKellerrume, in welchen sich die Turbine und die Gasometer (g) befinden.

	Hat man nmlich die Entfernung der ersten Sitzreihe von dem
Grenzpunkt des von allen Zuschauern gemeinschaftlich und frei zu
bersehenden Raumes festgesetzt, und die Maasse fr den Abstand
der einzelnen Sitzreihen von einander, fr die Hh der Sitzflachen
vom Fussboden, so wie fr die mittleren Grssenverhltnisse der zu
placirenden Menschen, als constant e Werthe, einmal angenommen,
so ist die allein richtige Curve, nach welcher die Sitze aufsteigen
oder berhaupt angeordnet werden mssen, um ihrem doppelten Zweck
zu entsprechen, unbedingt gegeben, und wird auf folgende Weise
coustruirt.
	Es seien (Fig. 4) As uno Ay die beiden Axen eines rechtwinke-
ligen Coordinatensystems, a der den Zuschauern nchste Grenzpunkt
