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Vorwort.
sollen sich sogenannte »populäre« von streng wissenschaftlichen Vorträgen unterscheiden ! — eines der werthvollsten Mittel zur Verbreitung wahrer Bildung und Humanität darstellen, und der Würde der Wissenschaft und ihrer Vertreter nicht den mindesten Eintrag thun!
Im Begrilfe meine akademische Stellung in Jena mit einer solchen in Leipzig zu vertauschen, wünsche ich durch die vorliegende Veröffentlichung der von mir gehaltenen »Rosenvorträge« zunächst dem gebildeten Publikum der ersteren Stadt, in welcher ich nun seit vier Jahren gewohnt und gewirkt habe, ein Zeichen dankbarer Erinnerung an diese schöne Zeit ungestörter Berufsthätigkeit und gemüthlichen Stilllebens zu hinterlassen ; — sodann die vielen Beweise freundlichen Entgegenkommens von Seite der Bewohner meiner neuen Heimat zu erwiedern ; — und endlich den weiten Kreisen der deutschen Leserwelt einen vielleicht nicht unwillkommenen Beitrag zur populären naturwissenschaftlichen Literatur darzubieten.
Ich habe es mir nicht leicht werden lassen, den Leser in den Stand zu setzen, meinen Besprechungen mit Leichtigkeit folgen zu können. Zahlreiche bildliche Darstellungen — fast durchweg nach selbstentworfenen Zeichnungen — begleiten zu diesem Zweck erläuternd den Text.
Aber freilich die unmittelbare Wirkung des lebendigen Wortes und der ad oculos demonstrirten Experimente lässt sich hierdurch nicht ganz erreichen !
Jena, Ostern 1869.
Der Verfasser.