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der krumme Pfeil anzeigt), aus der reckten Kammer durcli die Lungenarterien (a’) in die Capillaren (c') tier Lunge {.£), in denen es wieder Sauerstoff aus der Luft aufnimmt, Koklensäure und Wasser dampf abgibt und wieder kellrotk wird, und gelangt durck die Lungenvenen (v'j in den linken Vorkof, um endlick wieder in die linke Kammer zurückzukommen und den angegebenen Kreislauf (in der Ricktung der Pfeile) neuerdings zu beginnen und (solange die Herztkätigkeit andauert) continuirlick fortzusetzen.
Der erörterte Kreislauf bestekt aus zwei Abscknitten : dem sogenannten grossen oder Körperkreislauf und dem kleinen oder Lungenkreislauf. Die Arterien des grossen Kreislaufs (a) fttkren liell-rotkeS j sogenanntes arterielles Blut, die Venen [v] dagegen dunkles oder venöses Blut — umgekekrt im kleinen Kreislauf ; die Arterien («') fttkren da dunkles oder venöses, die Venen (v’) kingegen kelles arterielles Blut.
In Fig. 4 sind die Abschnitte des Gefässsystems, welclie dunkles Blut fttkren, durcli eine leickte Sckattirung ausgezeicknet. Der Begriff Arterie und Vene wird nickt durck die Färbung des Blutes bestimmt, das sie fttkren, sondern durck die Ricktung, in welcker sie es fttkren. Arterien sind solcke Gefässe, die das Blut vom Herzen weg nack der Peripherie fttkren; Venen kingegen solcke, in denen Blut zum Herzen zurückkommt.
üm Ihnen endlich noch beiläufig den Sinn und die Bedeutung der ganzen Einrichtungen und Erscheinungen des Blutkreislaufs verständlich zu macken, muss ick Sie daran erinnern, was schon Mephisto sagt, als er vom widerstrebenden Faust die Unterschrift des Pactes mit einem Tröpfchen Blut verlangt: »Blut ist ein ganz besonderer Saft!« In der That, Blut ist auch ein ganz besonderer Saft von höchster physiologischer Bedeutung — denn das Blut stellt, physiologisch betrachtet, die grosse Vorrathskammer von Kraft und Stoff dar, in welche alle Einnahmen an Ernäkrungs- und Brennmaterial durck die Verdauungs- und Atkmungswerkzeuge fliessen, und aus welcher auch wiederum alle Ausgaben zur Erkaltung der Structur und der Lebenstliätigkeiten der einzelnen Organe, und somit des ganzen Organismus bestritten werden. Ohne den Wechsel und die Erneuerung deä:Blutes kann das Leben nickt bestehen — ja, wird der Zufluss von hellrothem, lebenskräftigem Blut einem einzelnen Organe abgeschnitten, so stellt es seine Tkätigkeit ein und stirbt bei lebendigem Leibe ab — denn jedes Organ schöpft nur aus dem durck seine Capillargefässe strömenden Blute die materiellen Bedingungen seiner Erhaltung und Kraftentwickelung und gibt an