﻿I. Das Herz und der Einfluss des Nervensystems auf dasselbe.
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die hebelförmigen Bewegungen des Spiegelchens und somit die Bewegungen des pulsirenden Körpers genau und in vergrößertem Maassstabe zur Anschauung bringt.
Ich werde also fur unsern Zweck zwei solcher Spiegelchen nehmen, das eine auf die Vorkammer, das andere auf die Kammer des schlagenden Froschherzens legen, sodann eine concentrirte Beleuchtung erzeugen und die entstandenen Lichtbilder vertical übereinander auf jenen weissen Schirm werfen. Sie gestatten, dass ich für einige Augenblicke sämmtliche Lichter im Saale auslöschen lasse, um den Raum möglichst zu verdunkeln.
Fig. 5. Das Kardioskop.
Man erkennt das ausgeschnittene Froschherz auf der horizontalen Platte des verschiebbaren Trägers, Auf der Herzkammer (links) sowol als auf den Vorkammern (rechts) liegen kleine viereckige Korkplättchen, in welche die Spitzen von Nadeln eingestochen sind, die in den horizontalen Axen festsitzen, welche die Spiegelchen (von . denen das eine nur durch punktirte Linien angedeutet ist) vermittelst kleiner, federnder Messinghülschen tragen.
Die in der Finsterniss wie ein paar Mondscheiben leuchtenden, auf- und niederbewegten Lichtbilder werden den Rhythmus der Aufeinanderfolge von Systole und Diastole der Vorkammer und Kammer des winzigen Froschherzens Ihnen allen sichtbar wiedergeben (vgl. Fig. 6).
Sie sehen jetzt in der That zwei mondscheibenartige Lichtbilder auf jener Wandtafel, welche sich nach einem bestimmten Rhythmus auf- und niederbewegen. Jedes derselben geht von einem bestimmten Punkte, den es während der Ruhe einnimmt, nach unten und kehrt alsbald nach oben auf denselben Punkt zurück. Das Heruntergeken bedeutet Systole, das Zurückkehren nach oben Diastole des betreffenden Herzabsclmitts.