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ergeben wird, wie und auf welche Weise die Regungen des Gemttths, eben vermittelst des Nervensystems, den Herzschlag zu verändern im Stande sind !
Indem ich diese letzte Auseinandersetzung beginne, muss ich Ihnen zunächst erklären, wie es überhaupt zu den rhythmischen Zusammenziehungen und Erschlaffungen der Herzabschnitte kommt.
Das Herz enthält die Bedingungen seiner rhythmischen Thätig-keit in sich selbst — denn nicht nur beim Frosche, wie Sie selbst vorhin sahen, — und noch jetzt an den Bewegungen der durch die Beleuchtung im Saale verblassten mondscheibenartigen Lichtbilder des fortarbeitenden Kardioskops wahrnehmen können — sondern auch bei den höheren Wirbelthieren, ja — wie Versuche an eben Enthaupteten lehren, sogar beim Mensch en. fährt das aus dem Körper ganz herausgeschnittene Herz einige Zeit fort regelmässig rhythmisch zu schlagen.
Die Anregung und Triebkraft zu seiner rhythmischen Thätigkeit empfängt das Herz nämlich unmittelbar von einem besondern Nerven system, welches im Herzen selbst eingebettet ist — und aus zerstreuten Häufchen von mikroskopisch kleinen sogenannten G-anglienbläschen oder Nervenzellen besteht, aus denen zahlreiche Nervenfädchen entspringen, deren feinste Ausläufer in die Fleischoder Muskelfasern des Herzens eindringen und daselbst ihr Ende finden. In den Ganglien- oder Nervenzellen entstehen durch die ununterbrochenen Ernährungsvorgänge jene der Nervensubstanz eigen-thümlichen E r r e g u n g s z u s t än d e, welche sich als motorische oder Bewegungsimpulse -— wie elektrische Depeschen im telegraphischen Leitungsdraht — innerhalb der Nervenfädchen bis in die Herzmuskelfasern hinein fortpflanzen und die letztem zur Zusammenziehung veranlassen !
Diese motorischen Impirlse und die von ihnen veranlassten Zusammenziehungen der Herz Wandungen erfolgen aber deshalb rhythmisch unterbrochen durch Momente der Ruhe und Erschlaffung — weil die in den Nervenzellen entstehenden Erregungszustände auf Widerstände stossen und sich daher erst nach Ueberwindung dieser Widerstände — also rhythmisch unterbrochen — fortpflanzen und auf die Muskelfasern übertragen können.
Wären innerhalb des Herznervensystems keine Einrichtungen zur Entstehung solcher Widerstände vorhanden, so könnte es auch begreiflich keinen rhythmischen Wechsel von Zusammenziehung und Erschlaffung, von Systole und Diastole geben, weil die Herzwandungen infolge des ununterbrochenen Nervenreizes fortwährend zusammen-