﻿L Das Herz und der Einfluss des Nervensystems auf dasselbe.
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drückenden Finger so zugänglich ist, dass er mechanisch gereizt werden kann. Ich Mn daher im Stande, jeden Augenblick durch Druck mit dem Finger auf jene Stelle der rechten Seite des Halses die Hemmungsnerven meines Herzens zu reizen und dasselbe für einige Momente zum Stillstand zu bringen.
Um Ihnen aber meine Herzschläge wahrnehmbar zu machen, werde ich mir den M,\key sehen Pulshebel oder Spliygmographen dort an mein Handgelenk anschnallen, wo die Aerzte den Puls zu fühlen pflegen. Jeder Herz- oder Pulsschlag hebt den aufgebundenen Hebel — für die Nähersitzenden deutlich sichtbar — in die Höhe. Damit aber alle Anwesenden im Saale, auch die entfernt Sitzenden, gleichzeitig an dem Experiment theilnekmen können, habe ich mit dem MAEEY’schen Pulshebel eine elektrische Contactvorrichtung von meiner Erfindung in Verbindung gebracht, welche jeden Pulsschlag durch ein elektromagnetisches Glockensignal markirr. Die Anordnung des ganzen Apparats ist aus der Zeichnung (Fig. 9) ersichtlich.
Ich schnalle den MAEEY’schen Spliygmographen links an mein Handgelenk, und nun können Sie meine Puls- und Herzschläge sehen und nach den Glockensignalen zählen.
Wenn ich jetzt am Halse drücke und die Hemmungsnerven reize, so werden Sie sofort den Herzstillstand und das Seltenerwerden des Pulses wahrnehmen. Eins, zwei, drei — ich drücke am Halse, vier, Herzstillstand, fünf, Pause, sechs, Pause, sieben, acht, neun u. s. w. Die frühere Frequenz hat sich bereits wiederhergestellt. Lassen Sie uns den Versuch nochmals wiederholen. — Derselbe Erfolg !
Jedesmal nach Application des Druckes auf jene Stelle der rechten Seite meines Halses, wo die Vagusbahn verläuft, in welcher die Hemmungsnerven des Herzens vom Gehirn zum Herzen ziehen, erfolgt
sein vorderes Ende ist durch 6 mit H verbunden; sein hinteres Ende trägt eine Schraube S2 mit einem Platinknöpfchen c. Der obere Hebel 2?1 geht hingegen mit einerSpur von Reibung in seinen Axenlagern a' und /, indem / ein federnder Metallstreifen ist, der durch die Schraube S3 s mehr oder weniger gespannt und an den Theil des Hebels, aus dem die Axe x2 hervortritt, beliebig stark und schwach angedrückt werden kann. Das hintere Ende des Hebels Hl tragt ein Platinknöpfchen c\ welches mit c im Contact ist; das vordere Ende aber ein Knötchen aus nicht leitendem Elfenbein (k). Yerfolgt man vom + Pol der Batterie B aus die Leitung für den elektrischen Strom , so führt der Draht d2 nach der mit plus bezeichueten Metallplatte ; von da durch die Axenlager in den Hebel iZ2, und weiter durch die in Berührung befindlichen Platinknötchen c und c' nach H1. Das federnde Axenlager •(/) stellt die Verbindung mit der mit minus bezeichneten Seitenplatte des Würfels (TT) her, von wo der Draht d ausgeht, der sich mit dem einen Ende der Spirale des Elektromagneten e verbindet, während das andere Ende derselben durch den Draht d' an den Minus-Pol der Batterie B angeschraubt ist. Die Stromleitung ist wie man sieht unter diesen Umständen geschlossen, der Elektromagnet zieht den Anker a an, die Kugel der Feder f ist gehoben. So wie nun ein Pulsschlag erfolgt, wird der Hebel H gehoben, zieht durch b den vorderen Arm des Hebels H2 mit empor, wodurch der Contact zwischen den Platinknötchen c und c aufgehoben und das Glockensignal ausgelöst wird. Im Verlaufe der fortschreitenden Hebung des Hebels H stösst der mitgezogene Hebel H2 gegen das nicht leitende Elfenbeinknötchen k, wodurch der elektrische Strom zwar nicht geschlossen wird, wodurch aber der mit etwas Reibung gehende Hebel Hl in eine solche Stellung und Neigung gebracht wird, dass sich noch während des Herabsinkens von Zf und H2 der Contact zwischen c und cf und damit die Leitung für den Strom wiederherstellt — um mit dem Beginn des nächsten Pulsschlags wieder unterbrochen zu werden und ein neues Glockensignal auszulösen.
So also werden die Pulsschläge durch meinen Apparat einer beliebig grossen Versammlung akustisch vernehmbar, und kann jede Aenderung ihrer Frequenz — wie bei dem Vagusdruckversuch — deutlich zu Gehör gebracht werden. —■