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Das Stereophoroskop.
a)	Bei der Anwendung körperlicher Gegenstände genügt die gewöhnliche Einrichtung des Phorolyts zur Darstellung der Bewegungen in der dritten Dimension des Baumes ; denn um die Illusion einer Bewegung hervorzurufen, welche senkrecht zur Gesichtsfläche des Beobachters stattfindet, habe ich mich ganz einfach einer Anzahl Stecknadeln von gleicher Form und Grösse bedient. Ich stach nämlich jeder Spalte der Durchsichtsscheibe gegenüber je eine Nadel senkrecht in die Pappscheibe, welche sonst die Bilder zu tragen pflegt, ein, und ordnete dieselben so, dass die erste Nadel nur mit dem Knopfe, die anderen aber in stetiger Reihe immer länger und länger hervorstanden und die letzte Nadel nur noch mit der Spitze — so weit als zu ihrer Befestigung erforderlich schien — in der Pappscheibe stak.
Betrachtete man nun die in angegebener Weise mit Nadeln besteckte Scheibe, während dieselbe massig rasch um ihre Axe gedreht wurde, in gewohnter Art durch die Durchsichtsscheibe hindurch, so schien es, als ob jede Nadel durch eine unsichtbare Hand in senkrechter Richtung zur Antlitzfläche des Beobachters vor- und zurück-geschoben würde, wobei das Knöpfende der Nadel gewöhnlich in ein mehr oder weniger tief gespaltenes Doppelbild zerfuhr. Der ganze Effect — obschon erwartet und vorausgesehen — überraschte doch, denn die Illusion war volle tändig, und kaum von Wirklichkeit zu unterscheiden — es sei denn durch die Geräuschlosigkeit und Gleich-mässigkeit der Bewegungen. Die Fülle der möglichen Modifikationen und Verschönerungen dieses Grundversuches — durch welchen jedermann sein gewöhnliches Phorolyt auf die einfachste Weise in ein Stereophorolyt verwandeln kann — ist geradezu unendlich.
b)	Die Einrichtung eines Stereophorolyts, bei welchem stereoskopische Doppelbilder in Anwendung kommen sollen, wird offenbar je nach der Art des Stereoskops', das man mit dem Phorolyt combi-niren will, verschieden ausfallen müssen. Mir schien es am einfachsten, das bekannte Linsen-Stereoskop zu dem fraglichen Zwecke zu wählen, für welches beide Bilder auf einen und denselben Pappestreifen neben einander geklebt werden. Diese Pappestreifen, von denen jeder je zwei correspondirende Bilder trägt, befestige ich in gehöriger Reihenfolge an die Seitenflächen eines mehrseitigen, um eine horizontale Axe drehbaren Prisma’s (vgl. Fig. 26, P). Zur Vollendung des Apparates ist nur noch ein der Durchsichtsscheibe des gewöhnlichen Phorolyts analoger Theil erforderlich.. Er besteht bei meiner Vorrichtung in einem aus viereckigen Pappendeckelstücken zusammengesetzten Gürtel (G). Jeder Seite des die Bilder tragenden Prisma’s ist in der Entfernung von einigen Zollen je ein Pappendeckel-