﻿Das Stereophoroskop.
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stück des Gürtels, der somit eben so viele Kanten und Flächen zählt als das Prisma, parallel gegenüber durch feine Stäbchen angebracht und befestigt. In der Mitte jedes dieser Pappendeckelstücke befindet sich eine mehrere Linien breite, der Axe des Prisma’s parallele Spalte (S), durch welche hindurch das stereoskopische Doppelbild der entsprechenden Seite des Prisma’s bequem übersehen werden kann (vgl. Fig. 26 auf Taf. 16}.
Befestigt man nun noch den die Linsen enthaltenden Theil eines Strereoskopes in passender Entfernung von und in richtiger Stellung zu den stereoskopischen Bildernso versteht es sich von selbst, dass, wenn das Prisma sammt dem die Spalten enthaltenden Gürtel in Rotation versetzt wird, sämmtliche Bilder in geordneter Reihenfolge das Gesichtsfeld passiren und den berechnetèn Effect hervorbringen müssen. Der geübte Beobachter kann das Stereoskop übrigens ganz entbehren und durch die passende Stellung der Augenaxen vollkommen ersetzen.
Das Schwierigste bei der ganzen Sache ist das Entwerfen richtiger und brauchbarer stereoskopischer Bilder — doch kann man auch hierzu, wie überhaupt für das Stereoskop, die Photographie mit Vortheil benützen. Man lässt sich nämlich, statt, wie ich es behufs der Vqrversuche gethan habe, mühsam die Bilder zu construiren, körperliche Relief- oder Hohl-Modelle, z. B. eine Reihe von Pyramiden von gleicher Basis, aber stetig wachsender Höhe, anfertigen und in Form stereoskopischer Doppelbilder photographiren. So viel sich a priori schliessen lässt und ich nach meinen Versuchen bestätigen kann, zu welchen freilich keine Photographien, sondern nur selbstverfertigte Constructionen, die nicht den höchsten erreichbaren Grad von Vollkommenheit besassen, verwendet wurden ; so muss die erzielte Täuschung darinnen bestehen, dass (um bei dem gewählten Beispiele zu bleiben) man eine Pyramide zu sehen glaubt, welche in senkrechter Richtung zur Gesichtsfläche des Beobachters emporwächst oder zusammenschrumpft u. s. w.
Noch muss ich den Umstand hervorheben, dass bei beiden Arten des Stereophorolyts (sub a und sub b) immer Doppelbilder der nächsten oder entferntestèn Punkte auftreten, sobald die Grenzunterschiede der stereometrischen Verhältnisse bedeutend sind und der Apparat rasch gedreht wird. Dies ist eine ganz nothwendige Erscheinung, welche die Illusion im Ganzen nicht beeinträchtigen kann, da sie in der Natur der Sache begründet ist.
Da man in Paris so bedeutende Fortschritte in der Photographie