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Zölffel, Physiologisches Institut der Universität Marburg.
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Nachbar wurde verpflichtet, bei späterer Bebauung seines Grundstückes den gleichen Abstand einzuhalten.
Dem Eaumbedürfnifs entsprechend waren zu beschaffen:
1.	Arbeitsräume für die Studirenden, und zwar für die physiologisch-chemischen Arbeiten und für die rein physiologischen Arbeiten, mit den erforderlichen Nebenräumen für Apparate zu besonderen Arbeiten.
2.	Ein Horsaal für 100 Zuhörer, ausgestattet mit den erforderlichen Einrichtungen zur Vorführung der für den Unterricht nöthigen Experimente, auch auf physicalischem und chemischem Gebiete, dazu in unmittelbarer Verbindung ein Vorbereitungszimmer und Bäume, in welchen die in der Vorlesung berührten Gegenstände und Versuche in einer Eeihe von mikroskopischen und makroskopischen Darstellungen oder am lebenden Individuum vorgeführt werden.
3.	Bäume, welche hauptsächlich wissenschaftlichen Arbeiten dienen, besonders eingerichtet für Versuche an Thieren, optische Untersuchungen und für Gas-Analysen. Hierher gehören auch das Privat - Laboratorium des Directors und des Assistenten für chemische Arbeiten, der Baum für mikroskopische Arbeiten, das Arbeitszimmer des Directors und das Bibliothek- bezw. Prüfungszimmer.
4.	Sammlungsräume zur übersichtlichen Aufstellung physiologischer und physicalischer Apparate, sowie für mikroskopische und chemische Präparate.
5.	Eine mechanische Werkstatt mit Nebenräumen zur Aufstellung einer Centrifuge, der zur Erzeugung des elektrischen Lichtes dienenden Dynamomaschine und der zum Betriebe beider erforderlichen Gaskraftmaschine.
6.	Stallungen für Versuchstiere, nämlich Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel und Kaltblüter, und zwar zur Beobachtung operirter Thiere sowie zur Züchtung derselben geeignet; ferner ein Pflanzen- und Bakterienraum.
7.	Dienstwohnungen für den Director, einen Assistenten und den Institutsdiener.
8.	Endlich Bäume für Aborte und Centralheizung, zur Aufbewahrung von Chemiealien, Glassachen, Säuren, Brennmaterialien sowie Eis und Puttervorräthen für die Thiere.
Bei der Ausführung dies Programmes wurden die Bäume des Institutes von der Dienstwohnung des Directors völlig geschieden und der Eingang für die Lehrräume inmitten der Hauptfront in der Deutschhausstrafse angeordnet (Blatt 20). Von diesem wird durch einen bescheidenen Vorraum das Haupttrep-penhaus erreicht, dessen Umgänge in knappster Form den gesamten Verkehr im Gebäude ermöglichen. Es wird hauptsächlich durch Oberlicht erleuchtet und hat in jedem Stockwerk noch ein seitliches Fenster erhalten; seine Helligkeit ist eine vollkommene und das Licht ein sehr wohlthuendes.
Zu den Haupträumen des Instituts zählend, liegen die Säle für chemische und rein physiologische Arbeiten mit ihren wesentlichsten Nebenräumen im Erdgeschofs. Zunächst dem Eingänge das chemische Laboratorium, seiner Einrichtung nach mehr ein Lehrsaal als ein Arbeitssaal für selbständige Arbeiten, daher auch die Anlage der grolsen, über die Mitte des Saales reichenden Arbeitstische und der erhöhte Platz für den Docen-ten. Die Fensterplätze mitgerechnet ist für 41 Studirende Platz geschaffen. Die Vertheilung der Gestelle für die zum allgemeinen Gebrauche bestimmten Beagentien und der Abdampfnischen ist derart, dafs sie von den Arbeitenden auf kürzestem
Wege erreicht werden können. Eine kleine Dunkelkammer dient zur alsbaldigen Anstellung spectralanalytischer Untersuchungen. Sie liegt im Bücken des Platzes für den Docenten, ihre diesem Platze zugekehrte Außenseite ist als schwarze Wandtafel ausgebildet Ein zweiplätziger Arbeitetisch mit besonderen Beagentien dient für den allgemeinen Gebrauch. In nächster Nähe dieses Saales liegen einerseits die Zimmer für die, feineren Waagen, für die Elementar-Analysen, der sog. „Glühraum“ anderseits ein Destülirzimmer, in welchem Dampfbad und De-stillirapparat Aufstellung gefunden haben und wo Schmelz- und Glühoperationen vorgenommen werden. Der Baum dient gleichzeitig zur Aufbewahrung der Vorräthe von Lösungen für die Beagentien der chemischen Arbeitsplätze und als Spül- und Putzraum für den Diener. Ein großer Mitteltisch, reichlich mit Gas- und Wasserleitung versehen, zwei Fenstertische und eine Abdampfnische vervollständigen die Ausstattung. Daran schließt sich der Schwefelwasserstoffraum, thunlichst ins Freie gerückt, um das Innere des Gebäudes möglichst wenig zu belästigen. Durch eine Nebentreppe zwischen Waagen- und Glühraum werden die Arbeite- und Vorrathsräume im Keller (Blatt 21), welche zum chemischen Laboratorium in Beziehung stehen, leicht erreicht; es sind dies das Zimmer für Gas- und Quecksilberarbeiten an der Nordseite, dem sich das ruhig gelegene, mit großem Eisschrank ausgestattete Krystallisationszimmer anschließt, und, nach Süden gelegen, die Bäume für Glassachen und Chemiealien.
Im Erdgeschoß, durch die beiden Gänge neben dem Treppenhause erreichbar, liegt aß östlicher Ausbau mit Beleuchtung von drei Seiten der physiologische Arbeitesaal mit 60 Plätzen für mikroskopische Arbeiten. Als Kleiderablage ist ein durch Glasabschlüsse abgetrennter Theil des Treppenumganges hergerichtet.
Tin ersten Stockwerk (Blatt 21), über letztgenanntem Arbeitsraume, liegt der Hörsaal. Der Zugang der Hörer erfolgt durch die Gänge zu beiden Seiten der Treppe, der Gang durch das Vorbereilungszimmer ist für die Zeit des Eintritte der Studirenden durch starke Schnüre abgetrennt In der Höhe des obersten Trittes der ansteigenden Sitzreihen zieht sich eine schmale Galerie beiderseits nach vom, welche die Erreichbarkeit der hochgelegenen Fenster sichert, die Verdunkelungsvorrichtung deckt und das Herantreten der auf den hinteren Beihen Sitzenden in die Nähe des Katheders gelegentlich gestattet 90 Klappsitze mit schmalen Tischen (Abb. 5 u. 6) sind zunächst ausreichend, während durch Stellung von Stühlen vor und hinter diesen festen Sitzreihen zusammen mehr aß 100 Zuhörer bequem untergebracht werden können. Der Experimentirtisch befindet sich den mittleren Hauptsitzreihen gegenüber, hinter ihm sind die Wandtafeln angebracht, daneben kleinere schwarze Tafeln mit Schränkchen für Beagentien, darüber die Täfelung zum Anheften von Zeichnungen und dahinter eine sogenannte Nische für chemßche Arbeiten, welche zugleich die unmittelbare Verbindung mit dem Vorbereitungszimmer herstellt.
An der Nordseite schließt sich dem Hörsaal das Demonstrationszimmer an, hier werden an der Fensterseite die bei der Vorlesung berührten Erscheinungen unter dem Mikroskop der Beihe nach aufgestellt, während an der Innenwand zeichnerische Darstellungen angeheftet und auf dem Wandtisch gröbere Demonstrationsgegenstände für den näheren Augenschein bereit liegen. Nach Süden, durch das Vorbereitungszimmer zugänglich,