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Zölffel, Physiologisches Institut der Universität Marburg.
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liegt das Operationszimmer, auch zu Demonstrationen an operir-ten Thieren und zu Operationen für die Vorlesung dienend.
Zu den Bäumen für wissenschaftliche Arbeiten ist aufser dem bereits oben erwähnten Gas- und Quecksilberzimmer' auch das letztgenannte Operationszimmer in seiner eigentlichen Bedeutung zu zählen. Dafür ist es ausgestattet mit Kymo-graphion, elektrischer Uhr, Multiplicator auf steinernem Kragstein und Steinplatte, überdies mit den nöthigen Möbeln für Operations-Instrumente usw. sowie mit einem Waschtische .zu drei Schüsseln. Sodann nach Norden gelegen im ersten Stockwerke das Mikroskopirzimmer für Director und Assistenten, dessen ganze Fensterseite für mikroskopische Arbeiten hergerichtet ist In demselben ist auch ein kleiner chemischer Arbeitsplatz, eine Vorrichtung zur Auswässerung von Organen, aufserdem ein Sammlungsschrank für mikroskopische Präparate und ein Schrank für gröbere anatomische Präparate untergebracbt.
Daneben folgt das Bibliothek- zugleich Prüfungszimmer und das Arbeitszimmer des Directors, welches dieser auch von seiner Wohnung aus leicht erreichen kann. Nach Süden im Erdgeschosse liegt noch ein Zimmer für optische Untersuchungen, welches mit Vorrichtung zur Verdunkelung der Fenster versehen ist In ihm sind ein Spectralapparat, ein Spectrophotometer, ein Heliostat, ein Polarisationsapparat für Normalsichtige und ein solcher für Farbenblinde sowie ein Laryngoskop zu Lehrzwecken, wie zur wissenschaftlichen Benutzung ständig aufgestellt.
Die Sammlungsräume liegen im ersten Stock in der Nähe des Hörsaales und der Demonstrationsräume, weil die Sammlungen unter Führung des Docenten von den Studirenden besichtigt werden und die Apparate usw. für die Vorlesung, die Demonstrationen und Operationen benutzt zu werden pflegen. Für die bereits sehr reiche Instrumentensammlung ist ein Baum von 16,4m Länge und 5,6 m Tiefe eingerichtet An der Fensterseite befinden sich ein langer Tisch, auf dem Athmungs-apparato stehen, darunter offene und verschliefsbare Schrankabtheilungen für veraltete Apparate von geschichtlichem Werthe, in der Mitte des Saales stehen Schränke nach Kundtschem System (Strafsburg), in denen die Apparate allseitig sichtbar sind, an den Wänden lange Schrankreihen ähnlicher Herstellungsweise. Auch hat die werthvolle und reiche Sammlung der nach den eigenen Forschungen des Instituts-Directors angefertigten grofsen zeichnerischen Darstellungen hier Aufnahme gefunden. In einem bescheidenen Baume neben dem Operationszimmer ist die ' chemische Sammlung in Schränken aufbewahrt, deren untere, durch Holzthüren verschlossene Abtheilungen für lichtempfindliche Chemiealien dienen, während die oberen Fächer Glasthüren erhalten haben.
Der Mechaniker des Institutes hat im Kellergeschofs neben dem Haupteingang eine Werkstatt mit reichlicher Ausstattung an Drehbänken, Schmiede- und Schlossereinrichtungen nebst allem Zubehör pnd Werkzeugen, auch für feinere Mechanik, erhalten. Er und seine Leute, die den ganzen Tag über hier anwesend sind, haben durch ein nach der Vorhalle angebrachtes Fenster den Instituts-Eingang zu überwachen und Auskunft zu geben, der Institutsdiener konnte hierzu wegen seiner vielseitigen Beschäftigung im ganzen Hause nicht herangezogen werden. In der Nähe der Werkstatt, und zwar unter dem Treppenhause, sind die Maschine für das elektrische Licht, die Centrifuge und die Gaskraftmaschine untergebracht und durch Glaswände vom
übrigen Verkehr abgetrennt.
Ein Hauptwerth war auf die zweckentsprechende Anordnung der Thierstallungen zu legen. Sie finden ihren Platz in den nach Süden gelegenen Bäumen des Mittelbaues und sind hauptsächlich mit Käfigen zur Beobachtung operirter Thiere ausgestattet Der Baum für Hunde hat an beiden Seiten besonders eingerichtete Einzelkäfige auf 90 cm über Fufsboden gelegenen Platten erhalten, unter denen sich gewöhnliche, aus Eisenstabwerk hergestellte Käfige für einfachere Untersuchungsfälle befinden. Er ist durch innere Fensterladen zu verdunkeln, um das Bellen der Hunde thunlichst zu verhüten. Im Nebenraume wurden für Kaninchen 0,70 cm hohe Einfriedigungen aus Schmiedeeisen hergestellt, die beabsichtigten Holzeinbauten für das Unterkommen der Thiere in den einzelnen Abtheilungen und die für Einzelhaft an der Wand zu -befestigenden Holzkästen, beide Arten mit aufzuschlagendem Deckbrett zum Herausnehmen der Thiere versehen, sind nicht ausgeführt worden, weil die Kaninchenzucht in das Nebengebäude verlegt werden konnte und nun geräumigere Behälter für die einzelnen Thiere zur Verfügung standen. Für Vögel sind einige Käfige um den Mittelpfeiler des Kaninchenraumes herum aufgestellt. Sie sind in zwei Geschossen, das untere etwa 0,30 m über Fufsboden, aus Holzgestell gefertigt mit Eisenstäbchen und Blechkastenboden, letzterer zur Entfernung des Mistes zum Herausziehen eingerichtet. Zur Aufbewahrung der Frösche dient ein Theil der im Ausbau untergebraehten Behälter, im Sommer wird der gröfste Theil der Thiere in den im Freien angelegten Froschteich gebracht; zu Beobachtungen an Fröschen, Schildkröten usw. sind kleinere Abtheilungen bezw. besondere Kästen beschafft worden, auch sind hier .für Süfswasser- und für Seewasserthiere Aquarien untergebracht, welchen das mit Luft reichlich gemischte Wasser durch geeignete Apparate dauernd zugeführt wird.
Die Züchtung und Beobachtung von Bakterien und die pflanzenphysiologischen Untersuchungen werden in den Bäumen
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Gestühl des Hörsaales.
freier Raum
Abb. 6. Vorderansicht.
Abb. 5. Seitenansicht und Schnitt.