﻿Ueber die Hautnerven des Frosches.
[Müller’s »Archiv für Anatomie und Physiologie« 1849, S. 35%.]
(Hierzu Tafel 1 und 2).
Um sich eine richtige Vorstellung von der Verbreitung der Nerven in der Haut des Frosches zu machen, ist es nothwendig, den Bau der Haut zu kennen. Zu diesem Zwecke habe ich eine schematische Zeichnung (Fig. I ) entworfen, welche einen senkrechten Durchschnitt der Froschhaut darstellt und anschaulich macht, in welcher Weise dieses Organ aus seinen verschiedenen histologischen Elementen zusammengesetzt wird.
Als Grundgewebe kann das Derma oder Corium (Fig. 1, C) — eine ziemlich mächtige Lage von Bindegewebsfasern, welche nach Behandlung mit Essigsäure völlig durchsichtig erscheinen und die bekannten Kernbildungen zeigen — betrachtet werden. Die Fasern liegen, ohne sich zu verfilzen, in regelmässigen, horizontalen Schichten beisammen, treten jedoch an bestimmten Funkten auseinander und bedingen so die Entstehung einer grossen Anzahl von Kanälchen, welche das Derma senkrecht von innen nach aussen durchbohren. Auf einem Durchschnitte der Haut Fig. I erscheint demzufolge das Derma zwischen je zwei Kanälchen A—A') in vierseitige Felder mit rundlichen Ecken abgeschnürt.
Die nächste Schicht nach aussen bildet ein lockeres Gewebe mannigfach verfilzter Fasern (Fl, welche einerseits in das Derma und dessen Kanälchen Fig. 1, A eindringen, andererseits aber an die Epidermis grenzen | zwischen ihnen finden sich die kugeligen Körper
Czermak, Schriften.	1