	lieber die Hautnerven des Frosches.	3


Nerven an der unteren Flche des Derma ziemlich genau beschrieben
und R. WAGNER durch die Entdeckung der Theilung einer Nerven-
fibrille in der Nickhaut (Handwrterbuch der Physiologie, B. III. S. 462)
unser Wissen wesentlich bereichert; allein da ersterer, wie man spter
sehen wird, mehrere wichtige Verhltnisse vllig ausser Acht gelassen,
letzterer jedoch seine Entdeckung nicht weiter verfolgt hat, so blieb
noch immer genug zu thun brig. Die nachfolgenden Zeilen enthalten
einen Beitrag zur Ausfllung dieser Lcke.
	Zunchst will ich die Methode der Untersuchung, auf welche hier
viel ankommt, kurz mittheilen. WAGNER bemerkt (a. a. 0. S. 389),
dass die Haut des Frosches, auch wenn sie mit Essigsure behandelt
wird, viel zu undurchsichtig bleibe, um die Frage zur Entscheidung
zu bringen.
	Da dies im Allgemeinen richtig ist, obschon selten Flle vor-
kommen, wo die Haut selbst ohne Behandlung mit Essigsure einen
hinreichenden Grad von Durchsichtigkeit besitzt (z. B. von manchen
wasserstichtigen Frschen); so musste von vornherein versucht werden,
diesen Uebelstand zu beseitigen. Es ist klar, dass das viele Pigment
dem Lichte den Weg absperrt. Die mchtigste Lage von Pigment-
zellen findet sieh - wie oben beschrieben - gleich unter der Epider-
mis (Fig. 1, P). Zwar wird spter erwhnt werden, dass noch an der
inneren Flche des Derma Pigmentzellen vorkommen (Fig. 1, p, p -
Fig. 6, P), doch sind dieselben nur an wenigen Stellen allzu dicht
abgelagert, und es kommt somit alles darauf an, jene erste Schicht
unschdlich zu machen. Bei den Versuchen, dieselbe zu entfernen,
bemerkte ich bald, dass man die Haut mit geringer Mhe in zwei
Lamellen spalten knne, in denen die Verbindung zwischen der Schicht
der verfilzten Fasern und dem Derma trennbar ist.
	Die eine Lamelle, welche ich die ussere nenne (Fig. 1, A), besteht
aus der Epidermis, jener hinderlichen Pigmentablagerung und den
verfilzten Fasern mit den Hautdrsen; die andere Lamelle - die
innere (Fig. 1, J) - begreift das Derma mit dem sersen Ueberzuge
und den Hauptverzweigungen der Nerven.
	Ich habe auf diese Weise Prparate von beliebig grosser Ausdeh-
nung erhalten, welche an Durchsichtigkeit nichts zu wnschen brig
liessen. Da aber die Essigsure gewhnlich angewendet wurde und
namentlich die feinen Nervenfibrillen auf die bekannte Art alterirte,
so versuchte ich, den Nerven durch Hrtung in Sublimat einen ange-
messenen Grad von Festigkeit zu geben.
	Diese Hrtungsversuche hatten dell gewnschten Erfolg. Auch
erhalten sich solche Prparate lngere Zeit unversehrt; das  Breslauer
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