﻿Ueber die Hautnerven des Frosches.
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dieser coagulirte Inhalt manchmal der Beobachtung hinderlich, weil er öfter ganz die Gestalt von Fasern annimmt und so der Deutlichkeit der Wahrnehmung und der Sicherheit der Deutung Abbruch thut.
Haben die Nerven auf die angegebene Weise die Haut erreicht, so verbreiten sie sich meist von einzelnen, zuweilen auch von vielen Pigment/.eilen bedeckt, zwischen dem Derma und dem serösen Ueber-zuge.
Jedes Nervenbündel theilt sicli meist dichotomiscli in untergeordnete Aeste, welche sich wieder mehrfach verzweigen und mit den Verzweigungen der Aeste der benachbarten Nervenbündel zu polyedri-schen, an verschiedenen Hautstellen verschieden gestalteten Maschen verwebt werden, so zwar, dass an der inneren Fläche der Haut ein grosses ununterbrochenes, in sich zurücklaufendes Nervennetz entsteht (Fig. 2).
Die Nervenfibrillen der einzelnen an die Haut tretenden Bündel bleiben demnach nicht in für sich bestehenden abgeschlossenen Maschensystemen beisammen, sondern werden, indem sie sich an Zweige anderer Stämme anlegcn, nach längerem oder kürzerem Verlaufe sieh ganz oder /um Theil wieder trennen, und abermals mit anderen Aest-chen vereinigen, in der manniclifachsten Weise untereinander gemischt und combinirt. Jedes zu einer Masse gehörende Aestclien bestellt in den meisten Fällen aus Nervenfibrillen, welche in ganz verschiedenen Bündeln zur Haut gelangt sind. Diese Mengung und Mischung der Nervenfasern muss wohl gewisse Grenzen haben : doch ist es fast unmöglich , dieselben zu bestimmen, weil man die einzelnen Nerven nur auf verhältnissmässig geringe Strecken genau verfolgen und unter der Menge der andern herauskennen kann.
Von den Bündeln des eben beschriebenen Nervennetzes entspringen sehr viele kleinere und grössere Aestclien, selbst einzelne Fasern, welche einen ganz eigenthümlichen Verlauf haben Fig. 2, d, d\ d2— d~). Dieselben bleiben nämlich nicht auf der inneren Fläche dec Derma, sondern dringen in die hei der Darstellung des Baues der Haut erwähnten Kanälchen ein, gelangen in die Schicht der verfilzten Fasern und verzweigen sich zwischen den Hautdrüsen.
Von diesem Verhalten der Nerven bemerkt Burdach nichts ; obschon cs leicht ist, sich davon zu überzeugen, wenn man die Haut in der angegebenen Weise in die zwei Lamellen spaltet und beide genau untersucht. Liegt das Präparat der inneren Lamelle mit der dem Körper des Thieres zugewendeten Fläche gegen den Beobachter gekehrt Fig. 2), so sieht man ein Stück des grossmascliigen Nervennetzes über dem Derma ausgebreitet und gewahrt eine grosse Menge