6 	Ueber die Hautnerven des Frosches.

von Aestchen, welche nicht zu Maschen ergnzt werden, soderu
pltzlich zu enden scheinen (Fig. 2, d, d', d2 - d7). Dieses pltzliche
Enden ist aber in der That mir scheinbar, denn durch Verringerung
der Focaldistanz erkennt man, dass die Aestchen einen winkligen
Verlauf haben und an solchen Stellen in die Tiefe umbiegen. Man
kann sie bis an die entgegengesetzte Seite des Derma verfolgen und,
wenn das Prparat umgedreht wird, ganz deutlich aus den oberen
Mndungen der Kanlehen herauskommen sehen, wo sie aber durch
die Trennung der Haut in die zwei Lamellen abgerissen sind. Ihr
weiterer Verlauf muss demnach an der usseren Lamelle untersucht
werden. Man findet denn auch zwischen den kugeligen Krpern der
Drsen einzelne oder ganze Bndelehen von Nervenfasern.
	Es ist keinem Zweifel unterworfen, dass dieselben die unmittel-
baren Fortsetzungeil der durch die Kanalehen des Derma verlaufenden
Fibrillen sind. Uebrigens lsst sich der Zusammenhang und der ganze
Verlauf dieser - fie ich sie nennen will - durchtretenden Nerven
unmittelbar darstellen und anschaulich machen; und zwar an senk-
rechten Durchschnitten der Haut (Fig. 1, N, Ni). An solchen Schnitten
knnen die Nerven von der inneren Flche des Derma ohne Unter-
brechung durch die Kanlchen bis zwischen die Drsenschicht verfolgt
werden, und viele Blutgefsse schlagen denselben Weg ein. Es giebt
eine solche Menge von diesen durchtretenden Nervenfasern, dass die
meisten-Kanalehen einzelne oder ganze Bndelchell fhren.
	Fasst man das Gesagte zusammen, so ergiebt sich folgendes
Schema der Verbreitung der Nervenbndel:
	Die fr die Haut bestimmten Nervenbndel bilden, nachdem sie
durch die subcutanen Rume innerhalb der Mesodermen oder der freien
cylindrisehen Fden, bis zur Haut gelangt sind, an der unteren Flche
derselben ein grossmaschiges Netz (Plexus nervo ruin nierior eu
piofundus), von welchem viele Bndelchen abgehen, die. durch die
Kanalehen des Derma bis in die Schicht der verfilzten Fasern gelangen
und sich daselbst zwischen den Hautdrsen vertheilen (Plexus nervorurn
suj)erficiaiis).
	Es entsteht nun die Frage: Wie verhalten sich die einzelnen
Nervenfibrillen, die Primitivfasern, in diesen grberen Verzweigungen
und wie endigen sie?
	Was ich auf die erste Frage zu antworten weiss, werde ich unten
mittheilen; was aber die zweite betrifft, so muss ich gestehen, dass
ich nicht im Stande war, dieselbe zu lsen. Die Nervenendigung ist
berhaupt noch immer ein Problem fr die Mikroskopiker. Zwar ist
unser Wissen ber das peripherische Verhalten der Nerven durch the
