﻿Verästelungen der Primitivfasern des Nervus acusticus.
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mischen wie mechanischen Veränderung nicht zu hindern, so dass dieselbe tlieils gänzlich von den Axencylindcrn abfällt, theils in röhrenförmigen Bruchstücken sitzen bleibt Fig. 1
Ich versprach mir daher von der Behandlung mit Sublimat wenigstens den guten Erfolg, ein sicheres Resultat über das Verhalten des Axencylinders an den Theilungsstellen der Nervenfasern zu erhalten und damit zugleich die Tlieilung der Primitivfibrillen des Acusticus ausser allen Zweifel zu setzen : obsclion ich wegen der vermuthlichen Trübung der Membran des Labyrinths, welche, wie ich später sah, auch durch Essigsäure nicht gehoben werden konnte, im Voraus auf die .Ermittelung der eigentlichen Endigungsweise der Nerven verzichten musste.
Meine Vermuthung wurde gerechtfertigt: die Axencylinder waren in allen Nervenfasern zu sehen und zu elastischen Fäden erhärtet, theils frei und nackt, theils durch die deckende Markscheide durch-schimmcrnd.
Der Durchmesser der Axencylinder war verschieden, häufig 7s25"': ihre (lestait entweder cylindrisch oder, und zwar in den meisten Fällen platt gedrückt, bandartig; ihre Contouren waren mehr oder weniger scharf und dunkel, geradlinig oder varicös (Fig. 7); ihre Substanz meist fein granulirt, blass bräunlich gelb gefärbt, aber durchsichtig.
Unter den isolirten Nervenfibrillen der zerfaserten Ausbreitung des Acusticus aus allen Regionen fand ich denn auch viele, welche sich dichotomiscli theilten. Die Markscheide umhüllte entweder noch den Axencylinder der Aeste und der Stammfibrille, oder sie war völlig abgestreift und die Axencylinder nackt.
Im letzteren Falle sah ich die Theilung der Axencylinder selbst mit grösster Deutlichkeit Fig. 4); bemerkte jedoch an den Theilungs-stcllen (derselben durchaus nichts von jenen Einschnürungen, welche an den mit der Markscheide umgebenen Nervenfasern zu erkennen waren.
Dass sich die Axencylinder bei den Theilungen der Nervenfibrillen ebenfalls in eine entsprechende Anzahl von Aesteu spalten müssten, liess sich wohl voraussehen, doch dürfte dieser empirische Nachweis nicht unwillkommen sein. Was die Abwesenheit einer Einschnürung
Belog des Gesagten nicht unerwähnt lassen. Drückte ich mit einem stumpfen Messer in der Richtung, wie wenn ein Querschnitt gemacht werden sollte, fest an ein Ende des Rückenmarkstückes auf und riss mit den Fingern vorsichtig den übrigen freien Theil ab, so zogen sich die durch das Messer einerseits festgehaltenen Axencylinder in einer Länge von mehr als einer Linie aus dem entfernten Marke heraus.
Cüormak, Schriften.
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