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Verästelungen der Primitivfasern des Nervus acusticus.
au deu Theilungsstellen der Axencylinder betrifft •. so bestätigt sie die an einem andern Orte (»Ueber die Hautnerven des Frosches«. Müllek’s Arcli. 1S49 von mir ausgesprochene Ansicht, dass jene Verengerungen, welche an allen sich theilcnden Nervenfasern zu beobachten sind, und welche mit dem Fortschreiten der Zersetzung des Nervenmarks immer tiefer werden, ja. besonders an den feinen Fasern sich bis zur völligen Trennung der Stammfibrille von den Aesten steigern können, blos eine Folge der Veränderungen des Nervenmarks seien; indem im vorliegenden Falle das Sublimat der weiteren Alteration des Axencylinders Grenzen gesetzt und denselben in seiner natürlichen Gestalt erhalten hat. Oh diese Beobachtungen die Existenz des Axencylinders als eines auch im Leben für sicli bestehenden Gebildes nicht mindestens wahrscheinlich machen, lasse ich dahin gestellt sein.
Noch will ich anführen, dass durch die Härtung der Nerven in Sublimat die äussere Scheide derselben sehr oft deutlich zur Anschauung kam, wenn die krtimlicke Masse der Markscheide entweder zerrissen (Fig. 2 B , oder am Ende einer Fibrille herausgebröckelt war (Fig. 2 C .
Die Zusammensetzung der dicken oder sogenannten cerebrospinalcn Nervenfasern aus einer äusseren Scheide, der Markscheide und dem Axency linder, die schon Purkinè richtig erkannt hatte, wird durch das Sublimat ausser allen Zweifel gesetzt. Ob die Fasern des Gehirns und Rückenmarks ebenfalls eine äussere Scheide besitzen, will ich unentschieden lassen, der Axencylinder und die Markscheide kann jedoch an vielen derselben durch die Behandlung mit Sublimat vollkommen deutlich gemacht werden.
Zum Schlüsse noch die Frage : ob die von mir beobachteten Thei-lungen der Fibrillen in dem Acusticus des Störs nicht mit grosser Wahrscheinlichkeit vermuthen lassen, dass der Hörnerv auch der anderen Wirbelthiere ein gleiches Verhalten seiner Primitivfasern zeigen werde !
Gewiss ist jedenfalls, dass die Verzweigung der Primitivfasern der function des iServus acusticus durchaus nicht widerspricht ; ungewiss freilich, in welcher AVeise die Eigenschaften des Gehörsinns hierdurch modificirt werden.
Breslau, den lö. Juli 1849.