	Verästelungen der Primitivfasern des Nervus adusticus.	35



Erklärung der Abbildungen.



Tafel 6.
	Die in Fig. 1, 2, 4, (i und 7 abgebildeten Elemente des Nervws acusticus vom
Stör hatten längere Zeit in einer Sublimatlösung gelegen, die in Fig. 3 und 
5 dar-
gestellten hingegen in concentriiter Kochsalzlösung.
	Fig. 1. Primitivfasern des Acusticus nach achtundvierzigstündiger Behand-
lung mit Sublimat. Die Axencylinder (A) sind zu elastischen Fäden erhärtet, 
die
Markscheiden )M) theils abgefallen, theils noch in röhrenförmigen 
Bruchstucken
sichtbar.
Fig. 2 A eine Nervenfaser, deren Markscheide geborsten und deren Axon-
-	cylinder in Form einer Schlinge zusammengebogen ist; B, die Markscheide ist 
in
dieser Faser zerrissen, wodurch die äussere Scheide und der Axencylinder eine
kleine Strecke deutlich sichtbar werden; C, die Markscheide dieser Faser ist 
an
dein einen Ende völlig herausgebröckelt, so, dass ein grosses StUck der 
äusseren
Scheide und innerhalb derselben des Axencylinders frei erscheint; D, durch 
eine
theilweise Zerstörung der Markscheide ist auch an dieser Faser die äussere
Scheide und der eingeschlossene Axencylinder zu sehen.
	Fig. 3. Eine Nervenfaser aus dem Plexus auf der vorderen Partie des Vesti-
bulum, welche sich dichotomisch spaltet.
	Fig. 4. Freie Axencylinder von drei Nervenfasern aus dem Plexus auf der
Ampulle des hinteren Canalis senzicircularis, welche sich bei n, n', fl" in 
Aeste
spalten. Der eine der neu entstandenen Aeste des Axencylinders bei A und des
bei B zeigt bei m und in' eine deutliche Spur einer abermaligen 
dichotomischen
Theilung.
	Fig. 5. Eine Nervenfaser aus dem Plexus auf der vorderen Partie des Vesti-
bulum, welche sich bei a in drei Aeste theilt, von denen der mittlere sich 
noch-
mals gabelig spaltet.
	Fig. 6. Eine dichotomisch getheilte Nervenfaser; bei A sieht der Axencylinder
des einen Astes aus der Markscheide hervor.
Fig. 7. Varicöse Axeicylinder.
3*
