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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
Uebrigens ist hierzu noch anzuführen, wie verschieden in einem und demselben und in verschiedenen Zähnen das Ansehen jener Interglobularräume ist. welche an der Grenze zwischen Gement und Zahn-substanz liegen : bald erscheinen nämlich die sie begrenzenden Kugeln deutlich und unverkennbar, bald hingegen ganz und gar verwischt.
Man wird aber doch nicht glauben wollen, dass diese Hohlräumc einmal durch das Auseinanderweiclien oder Nichtverschmelzen der Zahnsubstanzkugeln, das andere Mal auf eine andre Weise entstehen.
Demnach halte ich die betreffenden Hohlräume für wahre Interglobularräume und glaube überhaupt an die Möglichkeit, dass Lücken, welche längere Zeit hindurch zwischen den Kugeln bestanden haben, selbst später noch in ihrer Gestalt verändert werden, ja selbst noch verschwinden können.
Ob Knochenkörperchen in der Zahnsubstanz überhaupt Vorkommen, ist aber eine andre, schwer zu entscheidende Frage. Nach dem, was ich gesehen habe, möchte icli es noch bezweifeln. Man darf nicht jeden ramificirten Hohlraum gleich für ein Knochenkörperchen erklären. Ein Knochenkörperchen ist ein aus einer Zelle durch einen bestimmten Entwicklungsvorgang entstandenes Gebilde, und daher sind Hohlräume, welche auf eine andre Weise und nicht aus einer Zelle sich herausbilden, wenn sie auch vollständig den Knochenkörperchen ähnlich sähen, durchaus nicht mit diesen zu verwechseln.
Mir ist übrigens mitten unter den Kanälchen der Zahnsubstanz Dis jetzt noch niemals ein Hohlraum vorgekommen, welcher einem ausgebildeten, legitimen Knochenkörperchen vollständig gleich gesehen hätte. Wenn auch eine histologische Verwandtschaft zwischen Knochen- und Zahnsubstanz zugegeben wird : so ist es darum noch nicht nothwendig, dass Elemente der einen in der andern Vorkommen müssen. Wo immer Zahnsubstanz und Knochenmasse in unmittelbare Berührung treten, wie z. B. auch bei pathologischen Ablagerungen von Knochensubstanz innerhalb der Keimhöhle, lindet man zwischen den Grundsubstanzen Beider eine mehr oder weniger scharfe, oft sehr auffallende Grenze und Verschiedenheit der Färbung. Es wäre die Frage, ob Knochenkörperchen auch in verschiedener Grundsubstanz Vorkommen können. Obgleich dieselbe nicht zu verneinen ist, so möchte ich doch noch, den Nachweis durch Beobachtungen abwarten, dass gewöhnliche Knochenkörperchen mitten in der Zahnsubstanz hier und da wirklich zu finden sind.
Die Beschreibung der Hohlräume der Zahnsubstanz führt uns zur Betrachtung der Zahnkanälchen, welche constante und wesentliche Formbestamltheile der Zahnsubstanz sind. Heber den Verlauf und