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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
die Anordnung derselben besitzen wir sehr genaue Untersuchungen, und ich halte es für überflüssig, das darüber Gesagte noch einmal zu sagen. Nur das möchte ich hinzufügen, dass die Zahnkanälchen öfter, als man gewöhnlich annimmt, einen unregelmässigen, wirren Verlauf Italien : namentlich ist dies der Fall in dem Wurzeltheile der Zahnsubstanz und in der Pars alveolaris.
So bekannt auch der Verlauf und die Anordnung ist, und so oft die Zalinkanälchen Gegenstand genauer Untersuchungen waren, so giebt es doch noch in Bezug auf dieselben mehrere streitige Punkte. Abgesehen von der Art ihrer Entstehung, von der wir nichts Genaues wissen, sind es namentlich die zwei Fragen, welche noch nicht übereinstimmend von den verschiedenen Forschern beantwortet sind : erstlich, ob die Zahnröhrchen eigene Wandungen besitzen : und zweitens, auf welche 'Weise die Aeste der Zahnröhrchen endigen.
Nach meinen Untersuchungen halte ich mich für überzeugt, dass die ausgebildeten, normalen Zahnkanälchen allerdings selbständige Wandungen besitzen, welche aber nicht in allen Zähnen mit derselben Deutlichkeit nachgewiesen werden können. Am Besten sieht man die Wandungen an Querschliffen, an denen die Zahnkanälchen quer oder schräg durchschnitten sind. Es erscheint um das punktförmige Lumen der Zahnröhre ein mehr oder weniger breiter, meist gelblich gefärbter Saum, welchen schon Purkink als den Durchschnitt der Wandung gedeutet hat. In manchen Fällen ist die äussere Contour dieses Saumes in der That nicht scharf, und man kann versucht sein, denselben für eine optische Täuschung auszugeben: allein häufig genug sieht man die äussere Contour so scharf und bestimmt, dass man durchaus nicht den geringsten Zweifel haben kann, dass dieser Saum wirklich der Durchschnitt einer selbständigen Wandung sei. Hiernach bleibt nur anzunehmen, dass die Wandungen der Röhrchen in vielen Fällen überaus dünn oder vielleicht durch irgend einen Vorgang ganz verschwunden sind. Gegen die feineren Verzweigungen hin nehmen die Wandungen unter allen Umständen an Dicke ab.
Was die zweite Frage betrifft, so habe ich gesehen, dass die Zahnröhrchen auf verschiedene Weise endigen. Die Zahnröhrchen theilen sich au allen möglichen Stellen ihres Verlaufs in Aeste, ganz nahe an der Keimhöhle, weiter entfernt von ihr, und oft erst unmittelbar an der Peripherie. Häufig geben die Hauptäste eine unendlich grosse Anzahl überaus feiner Zweigehen während ihres ganzen Verlaufes ab vgl. Fig. 5j.
Die durch die Theilungen entstandenen Aeste eines Zahnkanälchens anastomosiren nun entweder mit den Aesten anderer Röhrchen,