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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
halten ihre quere Richtung1 auch an dem unteren Theile der Krone streng hei und gehen nicht mit der Schmelzgrenze parallel, wenn diese gezackt oder stark nach oben oder unten ausgebogen ist. Die Breite und die Tiefe einer und derselben Furche, sowie die Breite und die Höhe eines und desselben Wulstes sind manchen Schwankungen unterworfen, so dass die ganze Zeichnung, betrachtet unter einer genügenden Ycrgrösserung, an Regelmässigkeit verliert. Vergleicht man Furchen und Wülste aus verschiedenen Regionen der Zahnkrone, so fällt es gleich in die Augen, dass sie da nicht überall gleich erscheinen, sondern gewöhnlich ganz stetig und nach und nach von unten nach oben an Breite zunehmen. An der Schmelzgrenze findet man die Wülste am wenigsten breit und ganz dicht gedrängt stehend, indem auch die dazwischen liegenden Furchen sehr schmal sind. Je näher man der Spitze der Zahnkrone rückt, desto breiter werden nach und nach die Wülste und die trennenden Furchen ; zugleich nehmen sie an Deutlichkeit ab und verschwinden nahe unterhalb der Spitze endlich ganz. Diese Zunahme an Breite bedingt, dass die Zahl der Wülste, welche auf eine Maasseinheit geht, von der Basis gegen die Spitze hin immer kleiner werden muss. Einige Messungen, welche ich darüber anstellte, ergaben, dass auf den dritten Theil einer Linie von den Wülstchen nahe an der Schmelzgrenze etwa 28—24, weiter oben 12—10, endlich ganz oben, wo sie schon undeutlich wurden, nur noch 6—4 derselben kamen. Man untersucht die Verhältnisse hei auffallendem Lichte mit einer starken Loupe oder einer angemessenen Vergrösserung des Mikroskops. Es hängt viel davon ab, wie man die Oberfläche des Schmelze» gegen das einfallende Licht stellt: denn die wulstige Beschaffenheit derselben kommt nur dadurch zum Vorschein, dass die Wülstchen zarte Schatten werfen. Bei unzweckmässiger Beleuchtung sieht man von dem Allen nichts. Untersucht man Flächenschliffe des Schmelzes, welche mit Schonung der äusseren Oberfläche gefertigt wurden, bei durchfallendem Licht und mit starker Vergrösserung, so wird man allerdings aus der Noth wendigkeit der Veränderung der Focal-distanz auf die Unebenheiten der Oberfläche auch einen Schluss machen können; allein es dürfte nicht leicht möglich sein, durch diese Methode zu einer übersichtlich en Anschauung zu kommen, weil bei starker Vergrösserung, welche zur Beurtheilung der Dimension der Tiefe durch die Focaldistanz doch unbedingt nothwendig ist, das Gesichtsfeld relativ sehr klein, und wenig vom Objecte auf einmal zu übersehen ist.
Wir haben bisher die Ausdehnung und verschiedene Mächtigkeit der Schmelzschichte, sowie die Beschaffenheit ihrer äussern und innern Oberfläche betrachtet und hiermit gleichsam den Raum abgesteckt,