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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie (1er menschlichen Zähne.
gendcn hellen und dunkleren Streifen durch die regelmässigen Zickzackbewegungen der Schmelzprismen, indem die Lichtstrahlen unter verschiedenen Winkeln auf die Seitenflächen der Prismen auffallen und daher bald in das Auge des Beobachters reflectirt werden, bald keine in dieser Lichtung reflectirende Oberfläche finden, wodurch dann notli-wendig helle und dunkle Stellen entstehen müssen. Würden alle Prismen gerade gestreckt auf dem kürzesten Wege von der innern zur äussern Oberfläche des Schmelzes ziehen und niemals gruppenweise einen gebogenen Verlauf haben, so könnten solche helle und dunkle Streifen gar nicht entstehen. Da die letzten peripherischen Enden der Prismen gerade gestreckt verlaufen, so erklärt es sich, warum diese Zeichnung nur an unausgebildeten Zähnen ganz oberflächlich, an ausgebildeten hingegen aus der Tiefe hervorschimmernd erscheint.
Von der Richtigkeit der gegebenen Erklärung kann man sich auf folgende Weise leicht überzeugen. Man untersuche zuerst mit einer mässigen Vergrößerung an einem nicht allzu dünnen Flächenschliffe des Schmelzes den Verlauf der Prismen Lei durchfallendem Lichte und vertausche, nachdem man eine genügende Anschauung davon erhalten hat, das durchfallende Licht mit einer zweckmässigen Beleuchtung von oben, um die beschriebenen hellen und dunklen Streifen zu sehen. Durch Vergleichung beider Bilder, unter Berücksichtigung der Richtung der einfallenden Lichtstrahlen, wird sich dann heraussteilen, dass an dem ganzen Phänomen nur die verschiedene Reflexion der Lichtstrahlen, welche durch die verschiedene Neigung der Biegungen der Prismen gegen das Licht bedingt wird, Schuld ist. Wird nämlich das Präparat, während man es genau beobachtet und einen oder mehrere Streifen aufmerksam und unverwandt mit dem Auge fixirt, auf dem Objecttische so gedreht, dass die Biegungen der Prismen, welche erst durch ihre bestimmte Neigung die Lichtstrahlen zurückwarfen, nun nach und nach in die entgegengesetzte Stellung zum Lichte gebracht werden, und umgekehrt was am besten auf dem drehbaren Tische der Obeuhäuseii’-schen Mikroskope geschieht), so bemerkt man, wie die Streifen nach und nach an Deutlichkeit abnehmen und einer gleichmässigen Beleuchtung und Erhellung des Objects Platz machen und schliesslich in der entgegengesetzten Schattirung allmählich wieder zum Vorschein kommen. Die bei der früheren Stellung des Objects zum einfallenden Lichte hell erscheinenden Streifen werden nach einer Drehung von beiläufig 180" dunkel, die dunkel erscheinenden hell. Wird das Object in derselben Richtung weiter gedreht, so löst sich die Streifung abermals in eine gleichmässige Erhellung auf, und ist man endlich nach einer Drehung von 3(50° auf den alten Fleck gekommen, so erscheint die Schattirung