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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
tung solcher Gebilde urtheilen könnte. Man wird häufig keine genügende Rechenschaft von den Gründen gehen können, die den Beobachter bestimmen, in dem einen Falle Etwas für ein Kunstproduct zu halten, und in dem anderen Falle für einen Bildungsfehler oder ein pathologisches Product zu erklären. Trotzdem dürfte es doch nicht immer unmöglich sein, eine bestimmte Meinung auszusprechen.
lieber das Verhalten der Schmelzsubstanz gegen auffallendes und durchgehendes Licht ist im Allgemeinen zu bemerken, dass nicht nur die verschiedenen Zähne darin bedeutend von einander abweichen, indem dasselbe bald rein weiss ist, bald hingegen einen Stich ins Gelbe oder Blaue hat, theils stark durchscheinend, theils mehr opak gefunden wird, sondern dass auch der Schmelzüberzug desselben Zahnes an verschiedenen Punkten und in verschiedenen Schichten in dieser Hinsicht eine ungleichmässige Beschaffenheit zeigt. Nicht selten findet man zwar Zähne, deren Schmelz ganz gleichmässig gefärbt ist; allein an vielen Längs- und Querschliffen fallen bei passender Beleuchtung hellere und dunklere Flecken und Streifen auf, welche anderer Natur sind, als die oben beschriebenen von dem Verlaufe der Prismen abhängenden. Bei oberer Beleuchtung sieht man die opakeren Stellen weiss, die durchsichtigen dunkel, weil die ersteren das Licht reflectiren, die letzteren aber durchlassen. Bei durchfallendem Lichte entsprechen den ersteren mehr oder weniger intensiv gelbliche, gelblichbraune, braune bis schwarzbraune Färbungen ; die letzteren erscheinen ganz klar und durchsichtig.
Die hellen und dunklen Flecken, welche auf Quer- und Längsschliffen Vorkommen, bedeuten natürlich nichts Anderes, als dass der Schmelz in grösserer oder geringerer Ausdehnung ein verschiedenes Verhalten gegen das Licht habe; die hellen und dunklen Streifen, die oft sehr regelmässig angeordnet sind, sind hingegen der Ausdruck einer schichtenweisen Färbung des Schmelzes. Auf Längsschliffen ziehen diese Streifen, welche meist von verschiedener Breite und nicht immer gleich weit von einander abstehen, sehr steil von unten und innen nach aussen und oben ; sie kreuzen sich wegen ihrer mehr aufrechten Stellung mit jenen Streifen, welche den Schichten der quer und längs durchschnittenen Prismen entsprechen. Auf Querschliffen sind die Streifen je nach der Gestalt der Zahnkrone kreisförmig oder in Form einer andern krummen-Linie gebogen, und laufen entweder in sieh selbst zurück und bilden keine geschlossene Linie, indem die Färbung plötzlich oder nach und nach an bestimmten Punkten aufhört ; sie gehen einander nahezu überall parallel, sind aber fast immer excentrisch gelagert, so dass die am meisten peripherisch gelegenen Streifen von