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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie (1er menschlichen Zähne.
Die Zalmsubstanz, welche bekanntlich die grösste Masse der Ziilme ausmacht, bedingt, wie man sagt, durch ihre Form die Gestalt des ganzen Zahns. Dies ist im Allgemeinen richtig, obschon man dabei nicht vergessen darf, dass die Zahnsubstanz nirgends frei zu Tage liegt, sondern an der Spitze vom Schmelze, welcher nach unten an Mächtigkeit abnimmt, an dem übrigen frei gelassenen Theile vom Cement, welches nach unten an Mächtigkeit zunimmt, überzogen wird. Die äussere Begrenzung des Zahnes hängt daher auch von den Umrissen des Schmelzes und Gementes ab, da deren äussere Oberflächen nicht mit jener der Zahnsubstanz parallel gehen. Denken wir uns sowohl den Schmelz- als den Cementüberzug hinweg, so würde der nun blos aus der Zahnsubstanz bestehende Zahn eine andere Form erhalten, als er ursprünglich hatte. In der Zahnsubstanz befindet sich eine Höhle zur Aufnahme der Pulpa— die Keimhöhle, welche an der Wurzel, oder wenn mehrere Wurzeln vorhanden sind, an jeder derselben mit einem oder mehreren Löchelchen ausmündet. Die Wände der Kcim-höhle sind bis auf den untersten Theil in der Wurzel von der Zahnsubstanz gebildet, an der genannten Stelle aber vom Gement. Man kann demnach eine innere der Pulpa zugewendete und eine äussere vom Schmelz und Gement überzogene Oberfläche der Zalmsubstanz unterscheiden.
Histologisch betrachtet, besteht die Zahnsubstanz aus einer festen, färb- und structurlosen Grundsubstanz und aus einer überaus grossen Anzahl von feinen verästelten Kanälchen, welche in der Grundsubstanz eingebettet sind. Ich habe die Grundsubstanz structurlos genannt, weil dieselbe im ausgebildeten Zustande in der That sowohl an Längs- als an Querschliffen structurlos erscheint und nur künstlich durch besondere Präparation in scheinbar eigentümliche Elemente zerlegbar ist : damit soll zwar durchaus nicht gesagt sein, dass die Grundsubstanz nicht durch Verschmelzung gesonderter Elementartheile entstehe und niemals Spuren ihres Bildungsproeesses an sich trage, das aber wollte ich allerdings aussprechen, dass ich nicht im Stande war, irgend eine Structur in der völlig entwickelten Grundsubstanz nachzuweisen. Die Fasern, aus welchen man den Zahnknorpel bestehend beschrieb, halte ich für Kunstproducte und glaube, dass der Grundsubstanz nur eine Spaltbarkeit in verschiedener Richtung zukommt. Da das Zahnbein schichtenweise abgelagert wird, wovon sich noch häutig Spuren aut dem Durchschnitte desselben finden, so ist es leicht denkbar, dass der Zusammenhang zwischen diesen Schichten unter günstigen Umständen zu lösen sein werde. Mir ist es gelungen, entsprechend der Schichtung, ganze Lagen der Zalmsubstanz abzusprengen, welche vollkommen