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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
Cements entspricht, und so am Halse des Zahnes grössere Stellen unbedeckt bleiben. Der Theil der Oberfläche, welcher mit dem Schmelz in Berührung kommt, ist meistentheils uneben und entspricht vollständig der Beschaffenheit der iimern Schmelzoberfläche; er ist, so zu sagen, ein Abdruck der letzteren : der Theil, welcher an das Cement stösst, ist hingegen fast ganz glatt und eben.
Die Zahnsubstanz grenzt sich gewöhnlich sehr scharf gegen die beiden sie bedeckenden Substanzen ab ; zwischen Schmelz und Zahnsubstanz ist dies immer der Fall, das Cement ist jedoch manchmal weniger scharf gegen die Zahnsubstanz abgesetzt. Man findet nicht selten die äusserste Schicht der Zahnsubstanz ganz homogen beschaffen und auf Durchschnitten als einen dünnen, hellen Streif zwischen die Substanzen gleichsam hineingeschoben. Auch an jungen Zähnen, welche ihren Cementüberzug noch nicht vollständig erhalten haben, erscheint diese Schicht sehr deutlich, und es liegt nahe, zwischen ihr und der Membrana prueformativu eine Beziehung zu suchen.
Die innere der Keimhöhle zugewendete Oberfläche der Zahnsubstanz zeigt eine ganz besondere Beschaffenheit, welche aller Berücksichtigung werth ist. Um dieselbe zu untersuchen, macht man einen Flächenschnitt von der Wand der Keimhöhle und schleift mit Schonung der zu untersuchenden Seite, also von aussen her das Scheibchen so dünn, als es notlnvendig erscheint. Die Gewohnheit, beim Zubereiten der Zahnschliffe abwechselnd bald die eine, bald die andere Seite derselben auf den Stein zu legen und abzuschleifen, mag daran Schuld haben, dass die eigentümliche Beschaffenheit der Wand der Keimhöhle noch nicht genau erkannt ist: denn es genügen einige wenige Züge über den Schleifstein, um dieselbe zu verwischen oder ganz und gar zu vernichten. Das so bereitete Präparat legt man mit der abgeschliffenen Fläche auf das Objectgläschen, damit die zu untersuchende Seite dem Beobachter unmittelbar zugewendet sei. und betrachtet es mit einer 3—HIOmaligen Vergrösserung. Die Zahnsubstanz erscheint dann an ihrer inneren Oberfläche nicht als ein gleichmässiges Ganze, sondern bestehend aus Kugeln von verschiedenem Durchmesser, welche in verschiedenem Grade unter einander zu einer Masse verschmolzen sind, und auf welcher die Zalmkanälchen gegen die Keimhöhle ausmünden. Bei Beleuchtung von oben erkennt man diese tropfsteinartige Beschaffenheit der innern Oberfläche der Zahnsubstanz sehr deutlich durch die verschiedene Beleuchtung der kugligen Erhabenheiten und durch die Schatten, welche sie werten. Man hat es hier offenbar mit einem Entwicklungsstadium der Zahnsubstanz zu thun, denn je älter der Zahn ist, desto weniger auffallend ist im Allgemeinen dies Verhalten, und