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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
Bei auffallendem Lieht erscheinen die Interglobularräume ganz weiss, hei durchfallendem schwarz und undurchsichtig. Behandelt man den Schliff mit einer Flüssigkeit, welche leicht in die feinen Forchen der Zahnsubstanz eindringt z. B. mit Terpentinöl), so füllen sielt die Interglobularräume mit derselben und werden ganz durchsichtig und hell, und ihre Begrenzungen treten sehr deutlich hervor. Es ist kein Zweifel, dass die glänzend weisse Farbe der Interglobularräume von derselben Ursache abhängt, wie jene silberweisse Beschaffenheit der Zalmkanälchen — nämlich von der Anfüllung mit Luft. Ich habe auch weiter kein erhebliches Contentum in ihnen finden können.
Ueber die Interglobularräume muss ich übrigens im Allgemeinen noch Folgendes bemerken. Die Gestalt der Interglobularräume ist in den meisten Fällen so beschaffen, dass man ihre Begrenzung durch Kugeln auf den ersten Blick erkennt ; manchmal ist dies schon schwieriger. Es giebt aber auch Hohlräume, an denen man eine Begrenzung durch sphärische Flächen geradezu nicht naehweisen kann, und man dürfte geneigt sein, zu vermuthcn, dass es in der Zahnsubstanz noch Hohlräume andern Ursprungs, als die Interglobularräume, gäbe.
Die iu Frage stellenden Höhlen sehen den Knochenkörperchen manchmal sehr ähnlich, nur dass sie oft viel grösser sind, als diese.
Es wäre demnach zu untersuchen, ob dies etwa wirklich vielleicht veränderte Knochenkörperchen sind, und ob sie überhaupt den Interglobularräumen beizuzählen wären '
Nach meinen Beobachtungen muss ich die erste Frage negativ beantworten, die zweite aber bejahen.
Zur Begründung meines Ausspruchs habe ich zu bemerken, dass diese Hohlräume sicli gegen die Zahnkanälchen gerade so verhalten, wie die Interglobularräume, nämlich die Zahnkanälchen in ihrem Laufe unterbrechen, d. h. dass die Röhrchen auf der einen Seite, so zu sagen, in dieselben einmünden, auf der andern Seite aus ihnen eut-springen. Wollte man nun diese Hohlräume durchaus fiir Knochenkörperchen arischen, so müssten die Zalmkanälchen den Ausläufern der Knochenkörperchen analog gesagt werden, wozu man gar keine Veranlassung hat.
Ferner ist zu erwägen, dass die Kugeln factisch auf sehr verschiedene Weise zu einem Ganzen unter einander verschmelzen, wie uns ein Blick auf Fig. I lehrt, und dass es daher ganz gut erklärbar ist, wenn ein Interglobularraum keine sphärische Begrenzung hat. Man braucht also diese Hohlräume nicht von den Interglobularräumen, als verschiedene Gebilde, zu trennen.