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Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
Moment des Zahnsaftes proclamiren dürfte. Ein andres Moment, welches jedenfalls eine Bewegung der Ernährungsflüssigkeit bedingen muss, ist die Ausschwitzung neuer Flüssigkeit aus den Gefässen der Pulpa. Ich glaube daher, dass die Ernährungsfltissigkeit keineswegs in dem Röhrensysteme des Zahnbeins stagnirt, sondern dass sic in unregelmässiger , nicht genau determinirter Richtung bewegt werde, und dass in Bezug auf die Gefässe der Pulpa endosmotische und exosmotische Strömungen in der Flüssigkeit zu Stande kommen können. — Auch auf dem Durchschnitte der Zahnsubstanz kommen ähnlich. wie an jenem des Schmelzes, eigenthiimliche Streifen vor. Auf Querschnitten sind sie kreisrund, oval, oder nach einer andern krummen Linie gebogen; auf Längsschnitten laufen sie schräg von aussen und unten nach innen und oben, und zwar auf beiden Seiten der Keimhöhle ; oberhalb der Keimhöhle vereinigen sich die Streifen der einen Seite mit jenen der andern bogenförmig, oderstossen, wie dies namentlich in dem äussersten Theile der Spitze geschieht, unter einem mehr oder weniger spitzen Winkel zusammen Fig. 2 . Da die Grundsubstanz des Zahnbeins völlig durchsichtig ist, und die glänzend weisse. perlmutterartige Beschaffenheit der Zahnsubstanz nur durch die mit Luft gefüllten Hohlräume in derselben bedingt wird, so muss diese Streifung von besonderen Verhältnissen der Zahnkanälchen und der Interglobularräume abhängen. Diese regelmässige Streifung ist gleich den Jahresringen im Holze der Ausdruck einer schichtenweisen Ablagerung und stimmt genau mit der Krümmung der Lagen überein, in welchen die Zahnsubstanz abgesetzt wird. Untersucht man Hei durchfallendem Lichte die hei der Beleuchtung von oben Hell erscheinenden Streifen genau, so erkennt man, dass au diesen Stellen entweder Interglobularräume vorhanden sind (Fig. "2 , oder dass die Zahnkanälchen local erweitert oder wellenförmig gebogen sind, wodurch nothwendig eine Vergrösserung der das Licht refleetirenden Fläche gesetzt ist. Es kommen oft alle diese Momente zu gleicher Zeit zusammen, oft jedoch findet sich nur das eine oder das andere Verhältniss als Grund der hellem Färbung. —
C. Vom Cement.
Wie der Schmelz die Krone, so überzieht das Cement den Hals und die Wurzel der Zähne als eine mehr oder weniger mächtige Schicht. Gegen das untere Ende der Wurzel nimmt die Dicke der Cementschicht zu.
Histologisch betrachtet besteht das Cement aus denselben Formelementen. wie die Knochensubstanz , mit Ausnahme derHaversianischen