﻿Beiträge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen Zähne.
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scharf wahmelimen und deshalb als ein feinfühlendes Organ betrachtet werden müssen.
Die Schürfe der Empfindung in einem Organe hängt wesentlich blos von der Anordnung der Nerven ab nämlich von der relativen Menge Primitivfasern, welche gesonderte Empfindungen vermitteln : auf (fen Bau und die physikalische Qualität desselben kommt gar nichts an, sobald die Nerven nur überhaupt durch äussere Gegenstände in einen Reizungszustand versetzt werden können, weil sonst die sensitive b ähigkeit dieses Organs gar nicht in die Erscheinung treten kann — ausgenommen durch subjective Empfindungen.
Ich schliesse hiermit diese Betrachtungen, welche sich in ausgedehntem Maasse über die neuro-physiologischen Verhältnisse der Zähne anstellen Hessen, weil mich dies weit über die Grenzen einer anatomischen Abhandlung hinausführen würde : nur das will ich noch bemerken , dass das eben Gesagte zur Erläuterung meiner an einem andern Orte über diesen Gegenstand ausgesprochenen Ansichten dienen kann.
Erklärung der Abbildungen.
Tafel 6 und 7.
1 ig. 1 stellt die eigenthümliche Beschaffenheit der inneren Oberfläche des Zahnbeins dar. Die Zeichnung ist nach einem Präparate von einem zweiten oder bleibenden menschlichen Zahne, dessen Wurzel noch nicht völlig geschlossen war, gefertigt.
Pjg. 2. Längsschnitt eines Eckzahns bei schwacher Vergrösserung.
Eig. ö. Interglobularräume in der Zahnsubstanz der Krone, und Schmelzräume. Längsschliff. Vergrösserung 400.
Fig. 4. Zahnsubstanzkugeln im Querschnitt. Aus der Krone eines Mahlzahns.
Eig. 5. Längsschliff von einem untern Eckzahn eines 15jährigen Knaben. Eine Stelle im untern Drittel der Wurzel.
Fig. 0. Interglobularräume an der Grenze zwischen Cement und Zahnsubstanz. Das Präparat ist aus einem nicht näher bestimmten Thierzahne gemacht.
Fig. 7. Querschnitt eines Mahlzahnes vom Pferde. Eine Stelle, wo Cement und Schmelz unmittelbar aneinander stossen.