V.
Beitrge zur mikroskopischen Anatomie der menschlichen 
Zahne.







LZeitschr. f. wissensch. Zoologie etc. 1850. Rd. 11. S. 295. - Bearbeitung 
seiner
Inaugural-Dissertation: Observationes novae et structura denlium. penitiori.
Wrzburg, 2 Juli 1850.]


(Hierzu Tafel 6 und 7).








A. Vom Schmelz.


	Der Schmelz bezielit als eine mehr oder weniger dicke Schichte,
welche an Mchtigkeit gegen die Basis der Krone constant abnimmt,
einen bedeutenden Theil des ber den Rand der Alveolen hervorragen-
den Stckes der Zahnsubstanz (Substantia tubulosa(. Die Linie, bis zu
welcher sieh der Schmelzberzug heraberstreckt, kann man die Be-
grenzungslinie des Schmelzes oder kurz Schmelzgrenze nennen. Sie
ist an den verschiedenen Arten der Zhne verschieden gekrmmt, und
unter der Loupe betrachtet, mehr oder weniger gezackt; ausnahms-
weise finden sich schmale oder breitere Zacken (Fortsetzungen der
Schmelzsubstanz), welche bis eine Linie weit ber die legitime Grenze
hinausreichen. Diese Gestalt der Schmelzgrenze ist von Interesse,
insofern sie eine eigentlitimliche Beschaffenheit des Schmelzorgans
(Organon adamantinae) voraussetzt, und ich fhre sie desshalb an.
	Die Schichte der Schmelzsubstanz nimmt, wie gesagt, an Dicke
gegen die Basis der Krone nach und nach ab und ist gewhnlich gleich-
mssig abgelagert, ohne andere usserlich auffallende Spuren eines:
gleichsam stossweisen oder unterbrochenen Bildungsprocesses, als die
spter anzufhrenden verschiedenen Unebenheiten der usseren
Schmelzoberflche; manchmal jedoch ist der Schmelz durch deutliche,
rund um die Krone laufende Furchen, welche oft bis auf die Zahn-
