Ein Verfahren, den Lufteintritt bei d. Paracentese d. Brust zu verhindern. 
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Umstnden bleibt aber dennoch the Heberkraft des Instrumentes ein
stets wirksames Moment, - selbstdann, wenn sievllig berwun-
den wird, indem jede der (Jomponenten ihren bestimmten maassgeben-
den Antheil an der Resultirenden hat. Je grsser der verticale Abstand
zwischen dem Niveau des entleerten, und des im Thorax einge-
schlossenen Exsudates ist, desto grsser ist auch die Druckhhe der in
der elastischen Rhre eingeschlossenen Flssigkeitssule und ceteris
paribus die Heberkraft des Instrumentes. Wird das zum Auffangen
des Abgeflossenen bestimmte Gefss gehoben, so dass sich der verti-
cale Abstand desselben vom Thorax vermindert, so wird die Druck-
hhe und das hydrodynamische Moment gleichfalls geringer. Wrde
man fortfahren das auffangende Gefss in der angegebenen Weise zu
erheben, so wrde man zunchst an eine Linie kommen, wo die Druck-
hhe = 0 wird (die Vorrichtung wrde unter diesen Umstnden das
Abfliessen ebenso wenig begnstigen wie ein Heber, dessen Abfluss-
ffnung nicht tiefer stnde als das Niveau der ZU entleerenden Flssig-
keit), endlich aber, nach Ueberschreitung dieser Linie the Ursprng-
liche Wirkungsweise des Instrumentes umkehr e n, indem das Niveau
des bereits-abgeflossenen Exsudates hher zu stehen kommt als der
paracentesirte Thorax. Unter diesen Verhltnissen begnstigt das In-
strument das Zurflekfliessen des bereits Entleerten, und kann -
falls dies berhaupt indicirt ist - dazu bentzt werden, beliebige
Flssigkeiten, welche man'zu diesem Zwecke empfohlen, ohne Ge-
fahr des Lufteintrittes und ohne gewaltsame Injection in die geffnete
Pleurahhle einzufllen, und dann wieder sicher und gefahrlos zu ent-
leeren. Man ersieht, dass HIGGINS0N's seitlich angebrachte Kaut-
schukflasche (vgl. Atim. S. 80) hiermit ersetzt werden kann, indem
man es in der Macht hat den hydrostatischen Druck beliebig zu
vergrssern.
	Das eben Gesagte wird, wie ich glaube, vollkommen hinreichen,
die Wirkungsweise des Hebertroicarts verstndlich zu machen, und
die Brauchbarkeit elastischer Abfluss-Rhren in das gehrige Licht zu
stellen.
	Alles zusammengenommen drfte sich das angegebene Verfahren
beim Bruststich durch seine Einfachheit und die anderweitigen Vor-
theile, welche es darbietet, in vorkommenden Fllen vor den bri-
gen Methoden, auch vor der von HIGGINSON angegebenen, em-
pfehlen 1).

	1 In dem 1. Hefte der Illustrirten med. Zeitschrift. Mnchen 1852 hat Hr. Dr.
WINTRIeR in Erlangen  einige Worte ber die Paracentese der Brust  und die
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