Ein Verfahren, den Lufteintritt bei d. Paracentese d. Brust zu verhindern. 
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der 'oben angegebenen Weise an the Canule des Troicarts befestigt,
mit grossem Vortheil verwenden. Es handelt sich hier weniger um
die Verhinderung des Eintrittes von Luft in die geffneten Rume als
um eine Erleichterung der Entleerung der Flssigkeiten, so wie um ein
bequemeres Verfahren das Entleerte aufzufangen. Der Lufteintritt
kann bei einiger Vorsieht des Operateurs wohl nicht leicht stattfinden
und man brauht daher nicht erst eine besondere Vorrichtung auszu-
sinnen, allein wenn man die volle Sicherheit dagegen, durch die An-
wendung der elastischen Ansatzrhre, welche den beiden anderen An-
forderungen gengt, mit in den Kauf bekommt, so wird dies kaum
Jemand bedauern. - Die elastische Ansatzrhre wird hier ganz auf die-
selbe Weise gebraucht wie bei der Paracentese der Brust und wirkt hier
wie dort nach denselben Gesetzen. Die Lnge derselben kann 2 Fuss und
darber betragen, und das Lumen mehrere Linien im Durchmesser
halten. Durch die bedeutendere Lnge wird, caeteris paribus, das hydro-
statische Moment vergrssert, indem der vertieale Abstand der Abfluss-

braucht, sondern in die Canle zurckgezogen wird, wodurch es gestattet ist,
schon vor dem Einstich die elastische Abflussrhre, welche Hr. WlwrmcH auch
anwendet, an die Abflussffnung des Troicarts zu befestigen. Hr. WINTRIeR 
lsst
gleich nach dem Einstich das freie Ende der Kautschukrhre in ein mit Wasser
geflltes Glas tauchen, gibt brigens aber nicht an, wie die in der Rohre 
enthal-
tene Luft entfernt werden solle. Das mit Wasser gefllte Glas will WucTaJeH
tiefer gestellt wissen als die Operationswunde und es scheint fast, dass Herr
Wiuraien die Bedeutung dieser Tieferstellung dunkel geahnt habe. Was den
Troieart selbst angeht, so soll derselbe, wie Hr. WINTRIeR versichert, ganz 
be-
sonders geeignet sein, um bald einen dicken, bald wieder nur einen ganz 
dnnen
Strahl, schnell oder langsam .... etc. abfliessen zu machen und im Falle der 
Ver-
stopfung bei dickem, floekenreichen Exsudat ohne Entfernung des Apparates,
ohne Anwendung einer Sonde etc. das Hinderniss sogleich zu beseitigen. Und
dies Alles bewirkt Hr. WINTRIeR einfach durch zwei in einander gesteckte, mit
gleich grossen, ovalen Seitenffnungen versehene silberne Rhren, von denen- 
die
innere den Stachel trgt n. a. w. (vergl. S. 35). Je nachdem die beiden 
ovalen
Oeffnungen durch das Zurckziehen der inneren Rohre untereinander verschoben*
werden, lassen sie bald eine grssere, bald eine kleinere Oeffnung brig, 
und man
beherrscht somit, nach Hrn. WINTRIeR, die Strke des Strahles und die 
Schnellig-
keit der Entleerung. Es scheint mir jedoch, dass dies noch weit einfacher 
erreicht
werden kann, wenn man die elastische Abflussrhre mit den Fingern zusammen-
drckt, oder durch eine Ligatur mehr oder weniger zuschnrt, oder endlich 
ein-
knickt. Dazu bedarf es also eines besonderen und kostspieligen Apparates 
durch-.
aus nicht. Vor der Verstopfung des Instrumentes durch Exsudatfiocken endlich
sichert man sieh, -nach WINTRIeR, durch Zerschneidung derselben (S. 37).
Hr. WINTRIeR scheint von diesen Flocken vorauszusetzen, dass sie sich seinem
Troieart zu Liebe immer zwischen die Oeffnungen der- beiden Rhren legen wer-
den, um sieh zerschneiden zu lassen.
