Ein Verfahren, den Lufteintritt bei d. Paracentese d. Brust zu verhindern. 
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die verschiedenen, mehr oder weniger entsprechenden Vorrichtungen
den Eintritt der Luft zu verhindern, nicht zu bersehen, sondern viel-
mehr, falls es Noth thut, zu verbesem und mglichst zweckdienlich
herzustellen. Im Nachfolgenden bringe ich eine neue Vorrichtung der
Art, welche hchst einfach ist und mehrere Vortheile darbieten drfte,
in Vorschlag.
	Vorher einige Bemerken ber die lteren Methoden und ber die
Bedingungen des Eintrittes der Luft in die geffnete Brusthohle.
	Bei unverletzten Thoraxwandungen und unter normalen Verhlt-
nissen liegt die Lunge unmittelbar an der inneren Flche der Brust-
wand und an der oberen Flche des Zwerchfells an; die Pleura costalis
und pulmonalis sind in unmittelbarer Berhrung und entfernen sieh
niemals voneinander, sondern verschieben sieh whrend der Athmungs-
bewegungen bios an einander. Der Luftdruck erhlt die Lunge stets
in einer der Capacitt der Brusthhle entsprechenden Ausdehnung. In
dm Maasse, als sich der Thorax erweitert, wird die Lunge durch die
eindringende Luft aufgeblht; in dem Maasse, als sich der Thorax
verengert, collabirt die Lunge und treibt die Luft wieder aus. Das
erstere, weil der leere Raum, welcher zwischen den Pleuraplatten ent-
stehen wrde, bei unverletzten Thoraxwanthingen nur auf dem Wege
- nmlich durch die ausdehnbaren Lungen erfllt werden kann; das
letztere weil die Lunge mechanisch comprimirt wird und zugleich der
Aeusserung ihrer Elasticitt und Contractilitt ('1) nichts im Wege
steht. - Wenn die Thoraxwandungen und der Pleurasack hingegen
an irgend einer der Luft zugnglichen Stelle durchbohrt sind, so hat
die Luft zwei Wege die Entstehung eines leeren Raumes in der Brust-
hhle zu verhindern und muss beide bentzen, weil der Druck ein
allseitiger ist. Der eine Weg ist die nachgiebige, ausdehnbare Lunge,
der andere eben die gesetzte Oeffnung - in unserem Falle die durch
den Troicart hervorgebrachte Stichwunde. Je nachdem der eine oder
der andere Weg bequemer ist und weniger Widerstand entgegensetzt,
dringt die Luft auf dem einen oder dem anderen i grsserer Menge
ein. Die Entstehung eines Pneumothorax im Allgemeinen, mag er nun
durch eine Verletzung der Lunge und der Pleura pulinonalis oder eine
Durchbohrung der Brustwand in ihrer ganzen Dicke, veranlasst sein,
erklrt sich somit aus dem Mechanismus des Athmeus von selbst und
beruht auf - dein horror vacui. Die Gefahr und Grsse des Luftein-
trittes whst mit der Grsse und Beschaffenheit der Verwundung, mit
der Grsse der Athmungsbewegungen und mit der geringeren Aus-.
dehnbarkeit der Lunge.
- Im Beginne der Operation der Paracentese, wo das in bedeuten-
