Ein Verfahren, den Lufteintritt bei d. Paracentese d. Brust zu verhindern. 
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	5. Hr. Prof. BRUNs in Tbingen zeigte mir einen von ihm ange-
gebenen Troicart, welcher eine Verbesserung des SCHUH'schen ist.
Die Gefahr, den Trog zu verschtten, fllt bei der BRuNs'schen Ein-
richtung weg, indem der offene Trog von SCHUH in einen kleinen
hohlen Cylinder umgendert ist, in welchen an beiden Enden Oeff-
nungen gemacht sind. Die dem Troicart zugewendete Oeffnung ist auf
dieselbe Weise, wie die Oeffnung des SCHUH'sehen Troges durch eine
Klappe verschliessbar, die entgegengesetzte Oeffnung mndet frei.
	Werfen wir einen vergleichenden Blick auf die mitgetheilten
Methoden, so wird es uns nicht entgehen, dass sie je nach dem wesent-
lichen, hauptschlichen Gedanken, der ihnen zu Grunde liegt, in zwei
Classen zerfallen. Die eine Classe von Methoden, zu der die unter 1
und 2 beschriebenen gehren, will die bezweckte Verhinderung des
Luftzutritts dadurch erreichen, dass zwischen der atmosphrischen
Luft und der angebohrten Brusthohle ein gengendes Quantum Flssig-
keit eingeschaltet wird, welche der Luft den Weg verlegt. Ein ent-
sprechender Theil dieser Flssigkeit wird, wenn die Bedingungen
gesetzt sind, durch den Luftdruck in die Brusthhle hineingetrieben,
die Luft selbst aber kann nicht eindringen.
	Die andere Classe, welche die brigen Methoden begreift, ist da-
durch charakterisirt, dass the angewendeten Apparate, die sich noch
vielfach zweckmssig abndern liessen, Klappenvorrichtungen ent-
halten, welche jede ausgedehnte, rckgngige Bewegung in der
Troieartrhre verhindern und somit auch der Luft den Eingang er-
schliessen. - Es drfte sich kaum eine neue praktische Methode
ersinnen lassen, welche sich nicht unter eine von beiden oder beide
Classen zugleich rangiren liesse, denn es ist klar, dass man eine Rhre
nur dadurch fr einen Krper, welcher in dieselbe einzudringen ge-
zwungen wird, unzugnglich machen kann, wenn man sie mit einem
zweiten Krper, mag er nun flssig oder fest sein verschliesst. Eine
Flssigkeitssule kann unter Umstnden eben so gut eine Klappe ab-
geben, als ein Stck Metall, Leder oder sonst ein fester Krper.
	Es ist nun die Frage, welche von beiden Arten von Apparaten,
die mit flssigem oder die mit festem Ventil, cacteris paribus, fr
unseren Fall vorzuziehen sind. Ohne Zweifel knnen beide Arten von
Ventilen, zweckmssig angewandt, die Luft abhalten; allein jede thnt
es auf eine besondere, ihr eigenthmliche Weise und es kommt darauf
an, diese Verschiedenheit fr unseren Zweck zu verwerthen. - Das
feste Ventil ist starr,' unnachgiebig und sperrt gewaltsam, pltzlich
ab; die Flssigkeitssule als Klappe hingegen ist beweglich, nach-
giebig und in ihrer Wirkung sanft, allmhlich. Halten wir mit dieser
