﻿lieber das Orthoskop.
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dass namentlich für die praktische Augenheilkunde verschiedene zweckdienliche Modificationen des Apparates und der Anlegung zu erdenken sind, z. B. ein Kautschuk-Besatz für den Gesichtsausschnitt etc. Ich überlasse jedoch diese Verbesserungen den praktischen Oculisten. welche ihre Bedürfnisse besser kennen als ich. Die Hauptsache ist, das Auge unter das Niveau einer Flüssigkeit von den geforderten Eigenschaften in der Weise zu setzen, dass es gut und bequem beobachtet werden kann b.
Man giesst das Wasser von oben in den Apparat ein, und lässt das Auge vorläufig sehliessen, damit es sich beim allmählichen Oeffnen mit dem etwas abschreckenden Eindruck des ungewohnten Mediums nach und nach befreunde. Hat es sich endlich geöffnet, so erscheint es dem Beobachter ganz eigenthümlich verändert; von vorn gesehen weniger auffallend als in der Profilansicht. Die Iris tritt als ein ebener Vorhang weit zurück, die Cornea hingegen wölbt sich als eine glashelle halbkuglige Blase hervor, und gestattet eine seitliche Durchsicht durch die vordere Augenkammer. Bei sehr stark erweiterter Pupille liegt die Linse bloss und kann genau untersucht werden. Mit kurzen Worten, alle räumlichen Verhältnisse der vorderen Th eile des Auges, welche wir hauptsächlich berücksichtigen, präsentiren sich nahezu in ihrer natürlichen Beschaffenheit, und können daher mit grösserer Präcision als bis jetzt beurtheilt werden. Die von mir angegebene Untersuchungsmethode, welche hiermit noch keineswegs in allen Richtungen ausgebeutet ist, dürfte für den Ophthalmiatriker von einiger diagnc-
1 Nachdem bereits diese und Dr. v. Hasner’s (Prag. Vtljschr. XXXII. S. l(i(i ff.) Abhandlung dem Drucke übergeben war, ist es mir gelungen, das Abfliessen des Wassers auf eine sichrere Weise als durch Unterlagen von Baumwolle zu verhindern. Ich nehme statt Baumwolle geknetete Mica panis, welche sich an das Gesicht sehr genau anlegt, und den Rand des Apparates bei gelindem und anhaltendem Drucke tief in sich aufnimmt. Hat man das Brod vorher gut durchgeknetet, so dass es keine Risse und Spalten hat, ferner den Rand tief eingedrückt und einen gehörigen continuirlichen Druck angewendet, so Hiesst kein Tropfen ab. Ein mit Baumwolle ausgestopftes Pölsterchen von Wachstaffet habe ich auch versucht. Am Gesichte hält es vortrefflich. Der Rand des Apparates kann jedoch nicht tief genug einsinken, und müsste, wenn diese Vorrichtung ihren Zweck ganz erfüllen soll. wasserdicht mit dem Polster verbunden werden. Am besten und bequemsten wird es sein, wenn man einen besonders gestalteten Besatz von Kautschuk an den Gesichtsausschnitt anbringen lässt. Ich habe schon oben davon Erwähnung gethan, und hätte schon längst diese Idee ausgeführt, wenn ich eines Arbeiters habhaft geworden wäre. Um durch das Fixiren des Apparates nicht im Beobachten gestört zu werden, namentlich wenn man keinen Gehilfen dazu bei der Hand hat, ist es zweckmässig, den Apparat durch eine Vorrichtung, z.B. einen Riemen, metallene Spangen an den Kopf des Patienten zu befestigen.