﻿lieber das Orthoskop.
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keit abselien, so würden wir dein Apparat die Wirkung zusclireiben müssen, die Lichtstrahlen in ungebrochener gerader Eichtung aus dem Auge heraus zu leiten, und richtige räumliche Anschauungen von den inneren Theilen des Auges hervorzubringen. Ein Instrument von diesen Eigenschaften könnte dann ein O r t h o s k o p von ogd-ng gerade, recht und o/.onho betrachten, sehen genannt werden. Ich verkenne nicht, dass durch diese Bezeichnung etwas zu viel von meinem Apparate ausgesagt wird, allein bei einigem gutem Willen lässt sie sich schon plausibel machen.
2.
Die physikalischen Bedingungen, unter welchen die inneren Theile des lebenden Auges der Untersuchung zugänglich gemacht werden können, sind durch die Arbeiten von Bkuecke 1 j und Helmholtz 1 2j genügend erörtert und durch den Augenspiegel des Letzteren auf sinnreiche Weise realisirt worden. Ruete3 hat neuerdings verschiedene, theils von ihm selbst, tlieils von Anderen erfundene Vorrichtungen zu demselben Zwecke beschrieben. —Jeder der bisher bekannt gewordenen Augenspiegel hat seine besonderen Vor- und Nachtheile, welche sich leicht bei der vergleichenden, praktischen Anwendung herausstellen und zu einer fortgesetzten Verfolgung des mit so viel Glück betretenen Weges auffordern.
Will man die inneren Theile, namentlich den Grund des lebenden Auges untersuchen, so hat man zunächst für eine passende Beleuchtung zu sorgen und das aus dem Inneren des Auges lierausreflectirte Licht in das Auge des Beobachters zu leiten. Sodann muss man eine optische Vorrichtung anbringen, welche die Vereinigung der refiectirten Lichtstrahlen zu einem deutlichen Bilde im Auge des Beobachters möglich macht. — Der Tlieil des durch die Cornea in ein Auge geworfenen Lichtes, welcher vom Grunde reflectirt wird, kehrt, wenn das Auge für die Lichtquelle accommodirt ist, bis auf ein Minimum unregelmässig zerstreuter Strahlen, zu derselben zurück. In das Auge des Beobachters kann somit nur dann eine erhebliche Menge dieses reflectirten Lichtes gelangen und zur Erzeugung eines Bildes benützt werden, wenn das beleuchtete Auge nicht genau für die Entfernung der Lichtquelle accommodirt ist, und das beobachtende Auge in oder unmittelbar an der Lichtquelle sich befindet : oder wenn das refiectirte Strahlenbündel durch künstliche Vorrichtungen z. B. unbelegte Spie-
1 Müll. Arch. 1845. S. 387 und Müll. Arch. 1847. S. 225.
- Beschreibung eines Augenspiegels . . etc. Berlin 1851.
3 Der Augenspiegel und das Optometer für praktische Aerzte. Göttingen 1852. Czermak, Schriften.	7