﻿102
lieber das Orthoskop.
Erklärung der Abbildungen.
(Holzschnitte Seite 92.)
Fig. 1 A stellt das für das rechte Auge bestimmte Orthoskop dar ; die natürlichen Dimensionen sind um mehr als das Dreifache verkleinert, a, b, c, d ist die vordere, c, d, c, f die äussere Glaswand; a, b, g, h die innere, b, c, f, h die untere Wand, an welcher letzteren der Ring o befestigt ist, der zum bequemeren Festhalten des Apparates dient. Die krumme Linie ghf ist der sogenannte Gesichtsausschnitt. Der Rand e f der äusseren Glaswand gehört im Grunde auch dazu. Der Rand gh kommt beim Anlegen des Apparates zwischen die Nase und den inneren Augenwinkel zu liegen, und reicht von dem oberen Augenhöhlenrande bis unter den unteren. Der Ausschnitt /if ist der Krümmung des Wangen- und Oberkieferknochens conform, und wird längs des unteren Augr nhöhlenrandes an die Wange angedrückt. Der hintere Theil der äusseren Glaswand (bei ef) liegt flach auf dem vorderen Theile der Schläfengegend auf, indem der Rand cf weiter nach rückwärts reicht als bh. Die Ausschnitte fh und gh erscheinen an dieser per-spectivischen Zeichnung in der Verkürzung, und können daher richtig nicht ganz beurtheilt werden. Ich habe deshalb in Fig. 1 B die innere Wand in voller Ansicht gegeben, und in Fig. 2 eine Durchschnittszeichnung entworfen. Die punktirte Linie aßyß'a' entspricht der Begrenzung des Durchschnittes des Gesichtes in der Entfernung unterhalb der beiden Augenhöhlen, in welcher der hintere Rand der unteren Fläche des Apparates aufgesetzt wird. Der Vorsprung ßyß' in der Mitte ist der Querschnitt der Nase. Den bei den Wangenkrümmungen aß (rechts: und «' ß' links) müssen nun die Ausschnitte hf und h' f entsprechen, hf ist der Wangenausschnitt des rechten, h'[' jener des linken Orthoskops. Die untere Wand sowohl des rechten als des linken Orthoskops liegt in der Durchschnittsebene, kann also in ihrer natürlichen Gestalt dargestellt werden. Ich habe beide Wände so an den Durchschnitt des Gesichtes angezeichnet, wie sie sich beim Anlegen zum Gesichte verhalten. Man übersieht nicht nur das Verhältniss der Gesichtsausschnitte zu ihren Gesichtshälften, sondern auch zu einander.