﻿] 06 Ueb einen eigenth. Schaltknoclien im Augenhöhlendache d. Menschen.
aussen gelagerten, welche beide zusammengenommen und als eins betrachtet, beinahe die Gestalt eines Kreissegmentes haben.
Die Sehne des Kreissegmentes ist nach hinten gerichtet und grenzt an das Keilbein ; das halbkreisförmige Stück der Peripherie sieht hingegen nach vorn und stösst an das Siebbein und die Pars horizontalis des Stirnbeins.
Der Schaltknochen der rechten Seite stimmt in Gestalt, Lage und Begrenzung mit dem der linken Seite ganz überein ; nur ist er etwas kleiner und nicht in zwei ungleich grosse Plättchen getrennt, sondern einfach.
Die Länge der Schaltknochen beträgt beiderseits 0,9 cm., die Breite links 1,5 cm, rechts 1,2 cm.
Ein weiterer Unterschied zwischen beiden Schaltknoclien findet ncch darin statt, dass der rechte einen geringeren Antheil an der Begrenzung des Foramen ethmoidale posticum hat, als der linke.
Das Foramen ethm. post, auf der rechten Seite wird nämlich durch drei Knochen, gerade so wie in dem oben beschriebenen Falle, gebildet, während das Foramen ethm. post, der linken Seite durch den Zusammentritt nur zweier Knochen zu Stande kommt, indem das grössere, nach einwärts gelegene Stück des Schaltknochens dieser Seite von dem inneren Bande einen langen, gekrümmten Fortsatz nach unten und hinten schickt, welcher unmittelbar an das Keilbein stösst und auf diese Weise den oberen Band der Papierplatte des Siebbeins von der Begrenzung des Foramen ethm. post, gänzlich ausschliesst.
Die Verbindung der Schaltknoclien mit dem Keil- und Siebbein wird beiderseits durch mehr oder weniger ausgesprochene wahre Nähte vermittelt; die Verbindung mit dem horizontalen Tlieil des Stirnbeins ist hingegen schuppennahtartig und kommt dadurch zu Stande, dass sich die Schaltknoclien unter die Pars horizontalis nach vorn verlängern und nicht wie im obigen Falle über dieselbe herüberschieben.
Die Augenhöhlenfläche der Schaltknoclien ist demnach etwas grösser als die Schädelhöhlenfläche.
3) Schädel eines Erwachsenen. Die Schaltknoclien sind auf beiden Seiten vorhanden und entsprechen in ihren anatomischen Verhältnissen fast vollkommen jenen des unter 1 beschriebenen Falles.
Bemerkenswerth und etwas abweichend ist jedoch die Beziehung des linken Schaltknochens zum Foramen eth. post., welches mit Ausschluss aller übrigen Knochen einzig und allein von ihm begrenzt und gebildet wird. Von der Augenhöhle aus gemessen beträgt die Länge sowohl als die grösste Breite dieses Schaltknochens 1,3 cm.
4'i Schädel eines Erwachsenen. Bios auf der linken Seite ist in