﻿lOS Ueb. einen eigenth. Schaltknochen im Angenhühlendache d. Menschen.
grenzt. Der Schaltknochen deckt nämlich einen Ansschnitt im oberu Rande der Papierplatte des Siebbeins und ist an seinem innern Rande ganz flach und eben.
Aus dem bisher Mitgetheilten geht hervor, dass im Augenhöhlendache des Menschen ein eigenthümlicher Schaltknochen, — obschon nicht allzuhäufig — vorkomme. welcher sowohl paarig, als unpaarig, d. h. auf beiden Seiten, oder nur auf der rechten oder der linken Seite zugegen sein kann.
In drei Fällen habe ich ihn paarig gefunden, in zwei Fällen nur auf der linken. in einem nur auf der rechten Seite. Es ist auffallend, dass in den drei erstgenannten Fällen der Schaltknochen der linken Seite von bedeutenderer Entwicklung war, als der der rechten Seite.
Werfen wir einen vergleichenden Blick auf sämmtliclie oben beschriebene Schaltknochen, so sind als charakteristische, ihnen allen zukommende anatomische Verhältnisse besonders hervorzuheben :
1	ihre Einlagerung zwischen das Keil-. Sieb- und Stirnbein, mit welchem letzteren sie sich durch eine mehr oder weniger ausgesprochene Schuppennaht verbinden:
2	ihr Antheil an der Bildung der oberen Wand der Augenhöhle und des Bodens der vordem Schädelgrube : und
3	ihre Beziehung zum Foramen ethmoidale posticum, an dessen Begrenzung sie einen wesentlichen, wiewohl nicht gleichgrossen Antheil nehmen. Das Foramen elhm. post., welches, beiläufig gesagt, meist nicht ein Foramen , sondern ein CanaUs genannt zu werden verdiente . wird nämlich gegen die Augenhöhle zu entweder durch den Schaltknochen allein, mit Ausschluss aller andern Knochen, begrenzt, oder durch den Schaltknochen und das Keilbein, oder endlich durch drei Knochen, das Keilbein , das Siebbein und den Schaltknochen.
Verschiedenheiten zwischen den Schaltknochen finden sich bezüglich der Grösse, der Gestalt und der Verbindungsweise mit den Nachbarknochen.
Um Uber die Bedeutung und Entstehung dieser Schaltknochen ins Klare zu kommen, ist es nothwendig. sich die früheren Entwicklungsphasen der vorderen Schädelgegend. d. h. die embryonalen Verhältnisse des Keil-, Sieb- und Stirnbeins zu vergegenwärtigen.
Vor allem muss festgestellt werden, dass von diesen drei Knochen das Keilbein und Siebbein im Embryo knorpelig präfonnirt, Theile des Knorpelschädels sind, während das Stirnbein nicht knorpelig vorgebildet ist und nicht zum Primordialcranium gehört. und dass somit der Schaltknochen nur entweder aus einem Theil des Knorpelschädels