104 Ueb. einen eigenth. Schaltknochen im Augenhhlendache d. Menschen.

	Durch die Vergleichung der beiden Darstellungen (Fig. I A und
Fig. 2 A) ergiebt sich, dass die Augenhhlenflche der Schaltknochen
weit kleiner ist als ihre Schdelhhlenflche. Der Grund dieses Ver-
hltnisses wird bei nherer Betrachtung der isolirten Schaltknochen
und ihrer Verbindungsweise mit dem Nachbarknochen leicht erkannt,
und beruht darauf, dass sich die Schaltknochen nach vorn und nach
aussen einige Millimeter weit ber den horizontalen Theil des Stirn-
beins - hnlich wie die Schuppe des Schlafbeins ber den unteren
Band des Parietalknochens - herberschieben.
	Fig. 2 B stellt den isolirten Schaltknochen der linken Seite,
von
unten gesehen dar. Der ganze breite Saum zwischen a, b, c, d, e und
f, g, 'e dient zur schuppennahtartigen Verbindung mit dem Stirnbein und
liegt deckend auf dem horizontalen Theil desselben auf. Die Augen-
hhlenflche ist um diesen ganzen Saum kleiner Is die der Schdel-
hhle zugewendete Flche des Schaltknochens.
	Bei a und b hat der Saum einige scharfvorspringende Erhhungeil,
welche in entsprechende Unebenheiten des Stirnbeins passen, und
die Verbindung inniger machen.
	Nahezu in der Mitte des Schaltknochens befindet sich eine ovale
Lcke bei g), welche, wenn Alles in situ et nexu naturali ist, durch
einen Theil der Pars horizon laus des Stirnbeins bis auf eine kleine
Spalte von unten her verschlossen wird.
	Ebenso wie, der linke verhlt sich auch der rechte Schaltknochen
(Fig 2 C) zum horizontalen Theil des Stirnbeins, welchen er mit dem
(breiten, bei b gezlinelten) Rande zwischen a b c d e und a f e deckt
und hierdurch gleichfalls eine Vergrsserung seiner Schdelhhlen--
flche setzt.
	Nach hinten stossen die Schaltknochen an die kleinen Flgel des
Keilbeins und verbinden sich mit denselben theils durch wahre Nhte,
theils durch blosse Anlagerung, indem die innere Hlfte (links ii e,
rechts g e) des hintern Randes (rechts g d, links h d), der zur Verbin-
dung mit 'den Processs enszformes dient, unregelmssig ausgezackt
und gezhnelt ist, whrend die ussere Hlfte (e d) glatt und scharf
ausgeschnitten erscheint.
	Die Enden der kleinen Keilbeinflgel passen und senken sich in
diese. glatten Ausschnitte am hintern Rande der Schaltknochen so voll-
stndig ein, und die hintere Contour der ersteren geht so ganz ohne
Unterbrechung in jene des freien, nach aussen gerichteten Fortsatzes
der letzteren ber, dass diese freien Fortstze der Schaltknochen fr
die bbs zufllig losgetrennten Endstcke der Aloe parvae imponiren,
und dass auf den ersten Blick die Vermuthung rege wird, es seien die
