Ueb. einen eigenth. Schaltknochen im Augenhuhlendache d. Menschen. 107

dem Winkel zwischen dem Keil-, Sieb- und Stirnbein ein 1,3 cm
langer und 1,1 cm breiter, unregelmssig gestalteter Schaltknochen
eingelagert.
	Seine Augenhhlenflche hat ganz andere Umrisse als die Sch-
delhhlenflche.
	Von seinem innern Rande geht ein kurzer, ziemlich starker Fort-
satz nach abwrts, welcher sich an den obern Rand der Papierplatte
des Siebbeins anlegt und an seiner Ursprungsstelle durch einen vor-
deren und einen hinteren halbkreisfrmigen Ausschnitt verengt ist.
Der vordere Ausschnitt wird durch einen hnlichen Ausschnitt am
Rande der Papierplatte mit Ausschluss des Stirnbeins zu einem Foramen
etbmoidale m e di u m geschlossen, whrend der hintere durch den Hin-
zutritt des Sieb- und Keilbeins zum eigentlichen Foramen ethmoidale
posticum umgewandelt wird.
	5) Schdel eines jugendlichen Individuums. Der Schaltknochen
findet sich nur auf der rechten Seite. Er ist dick aufgetrieben und
spongis, wie smmtliche Knochen der vorderen Region der Schdel-
basis, seine untere Flche hat die Gestalt eines in die Quere gezogenen
Vierecks mit abgerundeten Winkeln; seine obere, grssere Flche ist
nach vorn durch eine wellige Contour halbkreisfrmig abgerundet, nach
hinten quer abgestutzt. In der Mitte seines hintern Randes befindet
sich eine einspringende Spalte, welche in Folge der Anlagerung des
Pi'ocessus ensiforinis des Keilbeins ein schrg von unten und aussen
nach innen und oben verlaufendes Kanalehen darstellt.
	Das Foramen ethrn. post. ist eine grosse, unregelmssige Spalte,
welche nach vorn durch einen vom innern Rande des Schaltknochens
nach unten absteigenden, gekrmmten Fortsatz, nach hinten durch das
Keilbein und nach unten durch das Siebbein begrenzt wird.
	Der Schaltknochen steht, wie alle scholl beschriebenen, mit dem
Keil-, Sieb-, und Stirnbein in Verbindung. Seine grsste Lnge be-
trgt 2 cm, die grsste Breite 2,3 cm und die Dicke 0,5 cm.
	6) Schdel eines Erwachsenen. Auf der linken Seite ist ein
Schaltknochen vorhanden. Seine Gestalt ist lnglich viereckig; er hat
eine Lnge von 1,1 cm, eine Breite von 0,7 cm und ist mit seinem
grssten Durchmeseer schrg von innen und hinten nach vorn und
aussen gelagert. Das Keil-, Sieb- und Stirnbein sind seine Nachbar-
knochen; unter das erstere schiebt er sich einige Millimeter weit her-
unter und sieht durch eine Lcke desselben hervor; er bildet auch mit
den beiden letzteren keine wahren Nhte.
	Das Forainen ethm. post. ist nach oben durch den Schaltknochen,
nach unten durch das Siebbein, nach hinten durch das Keilbein be-
