﻿] 56 Beschreibung und mikroskopische Untersuchungen von Mumien.
Erklärung der Abbildungen.
Tafel 9.
Fig. 1. Querschnitt des Nagels vom Bingfinger der weiblichen Mumien mit Natron gekocht; a Nagelzellen, b deren Kerne, c MALPiGHi’sches Netz aus zart-wandigeu kernlosen Bläschen bestehend; die Kerne sind durch das Natron aufgelöst worden.
Fig. 2. Längsschnitt desselben Nagels in der Nähe der Wurzel, a Epidermis-zelleu, welche sich vom Nagelfalz über den Grund des Nagels heriiberschieben, b abgeplattete Nagelzellen der oberflächlichen Schichten, nicht vollständig aufgequollen.
Fig. 3. Mit Natronlösung gekochtes Kopfhaar der weiblichen Mumie. A das Oberhäutchen, dessen dachziegelförmig sich deckende Schuppen hie und da zu Bläschen ausgedehnt sind (a). B RindensuLstanz mit den langen spindelförmigen Kernen. C Markzellen.
Fig. 4. Querschnitt eines marklosen, 0,006"'dicken Haares; a Schuppen des Oberhäutchens, b Durchschnitte der Faserzellen der Bindensubstanz , c Durchschnitte der spindelförmigen Kerne.
Fig. 5. Die äussere durchbrochene Schichte der inneren Wurzelscheide.
Fig. 6. Die innere Wurzelscheide; a Henle's Schicht, b Huxley’s Schicht, c äussere Lage des Oberhäutchens.
Fig. 7. In Wasser aufgeweichter Querschnitt der Sehne des Muse, flexor polli-cis longus von der kleineren Mumie.
Fig. 8. Ohrknorpel von der kleineren Mumie; faserige Grundsubstanz (6), welche die Knorpelzellen einschliesst; leere Lücken ausgefallener Knorpelzellen (a).
Fig. 9. Flächenschnitt des Gelenkknorpels der Patella; mehrere Zellen liegen in der Tiefe und erscheinen als dunkle Flecken.
Fig. 10. Knorpelzellen mit sehr stark verdickten Wandungen und deutlichen Kernen; aus dem Rippenknorpel der weiblichen Mumie.
Fig. 11. Nervenfibrillen aus dem Nerv, medianus-, a zwei aufeinander liegende Fasern, welche einen Axencylinder mit der Markscheide vortänschen, b eine Faser mit deutlich gerunzelter, dem geronnenen Nervenmark entsprechender Substanz.
Fig. 12. Muskelbündel ans dem Ringmuskel der Augenlider ; mit Terpentinöl behandelt. A ein aus mehreren Bruchstücken bestehendes Bündel, dessen oberer Theil noch keine Querstreifen zeigt. Diese Muskeln haben die Tendenz in Scheiben zu zerfallen (o). Die Querstreifen erscheinen oft winkelig gebogen (ß, C).
Fig. 13. Unterhaut-Zellgewebe mit einem Neste von Fettzellen, von der Beere der grossen Zehe der weiblichen Mumie; mit Natronlösung behandelt.