156 	Beschreibung und mikroskopische Untersuchungen von Mumien.


Erklrung der Abbildungen.



Tafel 9.
	Fig. 1. Querschnitt des Nagels vom Ringfinger der weiblichen Mumien mit
Natron gekocht; a Nagelzellen, b deren Kerne, c MALPrnrn'sehes Netz ans zart-
wandigen kernlosen Blschen bestehend; die Kerne sind durch das Natron auf-
gelst worden.
	Fig. 2. Lngsschnitt desselben Nagels in der Nhe der Wurzel. a Epidermis-
zellen, welche sieh vom Nagelfalz ber den Grund des Nagels herberschieben,
b abgeplattete Nagelzellen der oberflchlichen Schichten, nicht vollstndig 
auf-
gequollen.
	Fig. 3. Mit Natronlsung gekochtes Kopfhaar der weiblichen Mumie. A das
Oberhutchen, dessen dachziegelfrmig sich deckende Schuppen hie und da zu
Blschen ausgedehnt sind (a). B Rindensuhstanz mit den langen spindelfrmigen
Kernen. C Markzellen.
	Fig. 4. Querschnitt eines marklosen, 0,066" dicken Haares; a Schuppen des
Oberhutchens, b Durchschnitte der Faserzelle der Rindensubstauz, c Durch-
schnitte der spindelfrmigen Kerne.
Fig. 5. Die ussere durchbrochene Schichte der inneren Wurzelscheide.
	Fig. 6. Die innere Wurzelscheide; a HENLE's Schicht, b HuxLEy's Schicht,
c ussere Lage des Oberhutchens.
	Fig. 7. In Wasser aufgeweichter Querschnitt der Sehne des Mew, flexor polli-
cia langes von der kleineren Mumie.
Fig. 8. Ohrknorpel von der kleineren Mumie; faserige Grundsubstanz )b),
welche die Knorpelzellen einschliesst; leere Lcken ausgefallener Knorpel-
zellen (a).
	Fig. 9. Flchenschnitt des Gelenkknorpels der Patella; mehrere Zellen liegen
in der Tiefe und erscheinen als dunkle Flecken.
	Fig. 10. Knorpelzellen mit sehr stark verdickten Wandungen und deutlichen
Kernen; aus dem Rippenknorpel dar weiblichen Mumie.
	Fig. Ii. Nervenfibrillen aus dem Nerv. medianus; a zwei aufeinander liegende
Fasern, welche einen Axencylinder mit der Markscheide vortuschen, b eine 
Faser
mit deutlich gerunzelter, dem geronnenen Nervenmark entsprechender Substanz.
	Fig. 12. Muskelbndel aus dem Ringmuskel der Augenlider; mit Terpentinl
behandelt. A ein aus mehreren Bruchstcken bestehendes Bndel, dessen oberer
Theil noch keine Querstreifen zeigt. Diese Muskeln haben die Tendenz in 
Schei-
ben zu zerfallen (a). Die Querstreifen erscheinen oft winkelig gebogen (B, 
C).
	Fig. 13. Unterhaut-Zellgewebe mit einem Neste von Fettzellen, von der Beere
der grossen Zehe der weiblichen Mumie; mit Natronlsung behandelt.
